Schlaganfall bei Kindern

Die Klinik Holthausen. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Die Klinik Holthausen. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
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Die Klinik Holthausen informierte betroffene Familien. Mit Rehabilitation werden Folgen wie Lähmungen behandelt

Hattingen.. Wenn Kinder einen Schlaganfall erleiden, belastet das die ganze Familie. Rund 300 Kinder und Jugendliche im Jahr erleiden einen Hirninfarkt, informiert die Klinik Holthausen. Gemeinsam mit der Deutschen Schlaganfallhilfe leistet sie Aufklärungsarbeit, stellte jetzt in einem Basisseminar mehr als 70 Teilnehmern Therapiemöglichkeiten vor.

Eltern kommen dort ins Gespräch. Ein Schicksal kennt die Reha-Klinik: Isabel war zwei Jahre alt, als ihre Mutter Anja Gehlken erfuhr, dass ihr Kind vermutlich schon im Mutterleib einen Schlaganfall erlitten hatte. Auffällig war, dass das Kleinkind die rechte Hand nicht benutzte. Bei der Untersuchung im Kernspintomographen wurde eine Narbe im Gehirn festgestellt, Hinweis für einen Schlaganfall.

Mittlerweile ist das Mädchen elf Jahre alt. „Geistig ist Isabel völlig gesund, geht mittlerweile aufs Gymnasium, nur ihre rechte Körperhälfte, die möchte nicht so wie sie selbst“, gibt Pressesprecherin Maren Giese von der Helios-Klinik Holthausen Auskunft. „Beim Sport, im Kunstunterricht, im Umgang mit dem Zirkel fällt dann doch auf, dass Isabel anders ist.“

Für Eltern ist es oft nicht leicht einzusehen, dass ihre Kinder eine Behinderung haben, sie müssen lernen, damit umzugehen. Das weiß Wolfgang Boksch, Oberarzt in Holthausen. Als Leiter des Kinderhauses hat er mehr als 200 Kinder mit Schlaganfall betreut. Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit schweren Hirnverletzungen etwa durch Schlaganfälle ist ein besonderer Schwerpunkt der Fachklinik für neurochirurgische und neurologische Rehabilitation. Oberarzt Boksch: „Wir versuchen in der Rehabilitation die Funktionseinschränkungen zu verbessern oder ganz zu beheben.“

 

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