„Probleme der Mitarbeiter ernst nehmen“

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Unternehmerfrühstück thematisiert die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Hattingen.  Eis und Schnee zum Trotz folgten zahlreiche Geschäftsleute der Einladung der Wirtschaftsförderung der Stadt zum Unternehmerfrühstück. Thema war „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“. Die Hattinger Wohnstätten Genossenschaft (HWG) war Gastgeberin des Treffens.

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass immer mehr Beschäftigte neben ihrer Berufstätigkeit für (ältere) Angehörige sorgen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage: Wie können Unternehmen ihre pflegenden Beschäftigten unterstützen und dabei ihre Leistungsfähigkeit sichern?

Die Kampagne des Ennepe-Ruhr-Kreises „Sie pflegen? Wir unterstützen Sie!“ informiert Beschäftigte und Pflegebedürftige über entlastende Angebote und gibt Unternehmen Praxistipps und Hinweise zu Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter. Erika Müller-Finkenstein, Vorstandsvorsitzende der HWG erläuterte mit Beispielen aus der Praxis, was die HWG bereits für ihre pflegenden Beschäftigten tut und plant. Diskutiert wurde, wie Mitarbeiter unterstützt werden können, die aufgrund von Überlastung häufig und länger ausfallen: „Es ist wichtig, die Probleme der Mitarbeiter ernst zu nehmen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, dafür muss Zeit da sein“, betont Erika Müller Finkenstein.

„Mit der Unterschrift auf dem Arbeitsvertrag haben wir auch Verantwortung für unsere Mitarbeiter übernommen und möchten ein guter und attraktiver Arbeitgeber sein.“ Auch Regina Böhm, Leiterin der Arbeitsagentur Hattingen, unterstrich, es sei wichtig, Probleme mit den Mitarbeitern gemeinsam anzugehen. Wirtschaftsförderer Martin Serres stellte das Projekt der Stadt „Beruf und Pflege“ vor, das unter anderem Gesprächskreise und Informationsangebote beinhaltet.

 
 

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