Patienten-Service-Center startet

Chef-Visite: Pflegemanager Marcus Fritz, EvK-Verwaltungsleiter Mario Kleist und Augusta-Geschäftsführer Ulrich Froese (v.l.) am Empfang.
Chef-Visite: Pflegemanager Marcus Fritz, EvK-Verwaltungsleiter Mario Kleist und Augusta-Geschäftsführer Ulrich Froese (v.l.) am Empfang.
Foto: Funke Foto Services
  • Die Patienten werden über Diagnosepfade geführt
  • Kranke, die auf den Fluren liegen, soll es künftig nicht mehr geben
  • Klinik-Leitung kündigt Anbau mit weiteren 120 Betten an

Hattingen..  Mehr als ein Jahr hatten im Evangelischen Krankenhaus die Handwerker das Kommando. Im laufenden Betrieb wurde die Chirurgische Ambulanz komplett umgestaltet und von 500 auf 1000 Quadratmeter ausgebaut. 1,4 Millionen Euro nahm die Klinik dafür in die Hand. Jetzt sind die Räume selbstverständlich größer, schöner, bunter. Vor allem aber: funktionaler. Denn mit dem neuen Patienten-Service-Center geht das EvK im wahren Wortsinn neue Wege.

Ziel des Umbaus war die Schaffung einer zeitgemäßen Infrastruktur für die Versorgung der Patienten vom Herzinfarkt bis zum Beinbruch. Der Weg: Die Menschen werden auf vorgegebenen Pfaden so geführt, dass sich Patienten mit und ohne Termin sowie Notfall-Opfer nicht mehr begegnen. Kranke, die auf den Fluren liegen, soll es künftig nicht mehr geben. Andererseits werden gehfähige Patienten nun in einer gemeinsamen Anlaufstelle empfangen und von dort ambulant oder stationär weitergeleitet. Es gibt Diagnostikstraßen, auf denen die Menschen die verschiedenen Fachrichtungen in der medizinisch effizientesten Reihenfolge allesamt auf einer Ebene durchlaufen und nicht – wie bisher – in willkürlicher Abfolge auf verschiedenen Etagen. „Die Wege sind kurz. Und stets ist ein Ansprechpartner in der Nähe“, sagt Marcus Fritz. Der Leiter des Pflegemanagements am EvK hatte vor dem Start ein Jahr an den Umbauplänen gefeilt.

Mit dem Umbau reagiert das Evangelische Krankenhaus vor allem auf die stetig steigenden Patientenzahlen. In der Chirurgie werden inzwischen 30 000 Patienten pro Jahr behandelt – 19 000 ambulant und 11 000 stationär. Das sind 3000 mehr als noch vor zwei Jahren.

Grund genug für die Klinikleitung, weitere Investitionen in den Blick zu nehmen. Parallel zum Umbau der Chirurgischen Ambulanz wurden bereits Klimatechnik und Leistungswasserversorgung auf den neuesten Stand gebracht sowie die Zentralsterilisation saniert.

120 Betten im neuen Anbau

Kurzfristig sind nun die Besucher an der Reihe. 45 zusätzliche Parkplätze sollen bis zum Jahresende zur Verfügung stehen. Mittelfristig will die Innere Klinik eine Versorgungslücke schließen. „Eine Million Euro werden wir 2017 investieren, um Herzkatheter-Untersuchungen möglich zu machen. Dann können auch wir Herzschrittmacher einsetzen“, sagt Chefarzt Prof. Andreas Tromm. Augusta-Geschäftsführer Ulrich Froese kündigt schließlich den Anbau eines Hauses an, das ausschließlich Zweibett-Zimmer haben wird: „Wir werden elf Millionen Euro für 120 zusätzliche Betten investieren.“

 
 

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