Neuer Gitarrist – neues Album

Marc Dormann
Marc Dormann
Der Hattinger Gitarrist Marc Dormann spielt jetzt bei den Microclocks. Bereits 50 Fans unterstützen das Crowdfunding für eine Platten-Aufnahme .

Hattingen..  Neuzugang: Der Hattinger Marc Dormann ist seit einem halben Jahr Gitarrist bei der Elektro-Rockband Microclocks, die im kommenden Jahr ein neues Album herausbringen möchte.

Ende 2004 startete der Sprockhöveler Jens Tetzner zunächst mit einem Solo-Projekt und holte sich nach und nach die anderen Musiker dazu. Immer wieder gab es aber Wechsel, zuletzt eine Vakanz an der Gitarre – und so kam Marc Dormann hinzu. „Jens Tetzner hat mich angesprochen und mir auch sofort gesagt, dass die Band langfristig einen Gitarristen sucht“, erzählt Dormann. Er kam zur Probe nach Bredenscheid und es passte. „Wir haben Songs angetestet, und das war genau meine Richtung.“

Der 41-Jährige lernte mit neuen Jahren Gitarre zu spielen. In der Schulband des Gymnasiums Waldstraße war er früher aktiv, ehe er 2003 sein eigenes Projekt Dorman gründete, woraus ein Trio wurde. Später schloss er sich der Essener Gruppe Blues Büro an und aktuell spielt er gemeinsam mit Mathias Kordges im Akustik-Duo.

Mit den Microclocks trat er im August beim M’era Luna in Hildesheim auf, einem Musikfestival im Großformat. Auch Marilyn Manson oder Paradise Lost standen unter anderem auf der Bühne. 25 000 Besucher standen davor. „Das war schon eine tolle Sache“, findet Marc Dormann, der sich mit der Band bald aufs nächste Konzert vorbereitet: in der Matrix in Bochum. Im Mai.

Doch für das Jahr 2015 steht ein anderes Projekt im Vordergrund: Die Band möchte im Herbst ein neues Album mit zehn Songs veröffentlichen. Einige sind bereits geschrieben und müssen nun produziert werden. Ein paar alte kommen auch dazu. „Ich kann auch selbst Ideen miteinbringen, das finde ich super“, sagt Dormann, der früher alle seine Songs selbst geschrieben hat. Bandmanager Tim Voss beschreibt die Situation so: „Es ist für ihn die Herausforderung, neue Dinge einzuarbeiten und alte zu übernehmen.“

5555 Euro sollen zusammenkommen

Für das neue Album, das noch keinen Titel hat, wagt sich die Band an ein Crowdfunding-Projekt. Das heißt, sie machen publik, dass sie 5555 Euro für ihre Produktion benötigen. „Die wollen wir nicht nur aus eigener Tasche zahlen“, so Voss. Über eine Internetplattform werben sie und müssen innerhalb von 30 Tagen 75 Fans bekommen. Gestartet ist das Projekt zu beginn der Adventszeit am 1. Dezember. Innerhalb der ersten knapp zwei Wochen fanden sich bereits 50 Fans, die künftig die Produktion des ­Albums finanziell unterstützen werden.

 

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