Netzwerk „Welper aktiv“ startet im Februar

Foto: privat
Mit 64 591 Euro Förderung der Deutschen Fernsehlotterie. Servicestelle an der Marxstraße.

Hattingen..  64 591 Euro erhält der Unterbezirk Ennepe-Ruhr der Arbeiterwohlfahrt von der Stiftung Deutsches Hilfswerk, die den Erlös der Deutschen Fernsehlotterie verteilt, für den Aufbau eines ehrenamtlichen Netzwerkes. Das Projekt „Welper aktiv“ soll ab 55-Jährige unterstützen, die sich in ihrer nachberuflichen Phase neu orientieren, neue Kontakte aufbauen wollen. Mit an Bord: ev. Kirchengemeinde Welper-Blanken­stein, Stadt Hattingen, Gartenstadt Hüttenau. Im Förderzeitraum 1. Februar 2015 bis 31. Januar 2018 sollen so offene Strukturen geschaffen werden. „Das Geld ist für Personal- und Sachkosten“, sagt Michael Pahl, Sprecher Deutsche Fernsehlotterie/Stiftung Deutsches Hilfswerk.

„Mehrere Akteure verfolgten ähnliche Ansätze. Awo und Evangelische Gemeinde planten beide etwas für Menschen nach dem Beruf. Bei uns ist das Thema soziale Stadt auch ein großes“, so Roland Himmel, Vorstandsmitglied Gartenstadt Hüttenau eG. Mitte 2014 sei der Kooperationsvertrag unterschrieben worden.

„Das Netzwerk ist eine gute Idee, weil so zu eigenständigen Dingen aktiviert wird. Die Menschen lernen sich kennen, tauschen sich aus, es entsteht eine Eigendynamik.“ Auch beim betreuten Wohnen stünde für ihn die Aktivierung im Vordergrund. „Es gibt noch Menschen, die nur umsorgt werden wollen, aber das nimmt ab.“ Darum habe man sich auch von einer Betreuungskraft getrennt, die ihre Aufgabe eher im Umsorgen sah.

Für das Quartiersentwicklungsprojekt „Welper aktiv“ wird es eine Service- und Anlaufstelle an der Marxstraße 81 geben, in der sich Bürger über Aktivitäten im Stadtteil informieren können. Außerdem sollen hier Ideen umgesetzt werden können. Ältere Aktive können etwa Unterstützungssysteme für nicht mehr so Mobile aufbauen. „Wir stellen die Räume einer ehemaligen Arztpraxis, etwa 100 Quadratmeter, barrierefrei erreichbar, zur Verfügung“, so Himmel. In zwei Wochen will Projektleiterin Barbara Helberg-Gödde Freiwilligenmanagement Awo EN, über Details informieren.

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