Naturschützer und Geocacher ziehen an einem Strang

Foto: Stefan Arend / WAZ Fotopool
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Naturführer und Geocacher arbeiteten gemeinsam für die Eidechsen in der Region. Über 60 Menschen waren gekommen und transportierten jede Menge Mutterboden ab.

Hattingen.. „Unglaublich, wie viele Menschen die Geocacher mobilisiert haben“: Naturführer Martin Maschka war begeistert. Trotz des kühlen Wetters und Dauerregens packten mehr als 60 Personen an. Geocacher aus der gesamten Region unterstützten die Aktion zum Eidechsenschutz im Artenschutzzentrum Am Zippe.

Zunächst wurde mit Heckenscheren und Hacken eine große Fläche von Wildkraut befreit. Anschließend hoben die Umweltaktivisten etwa 40 Kubikmeter Mutterboden aus. Schubkarre um Schubkarre wurde gefüllt und abtransportiert. Dies war nötig, weil Wildblumenwiesen einen nährstoffarmen Untergrund benötigen. „Diese Insekten sind im Sommer für Eidechsen eine wichtige Nahrungsgrundlage“, erklärt Naturführer Maschka. „Auch Schmetterlinge und Käfer profitieren von dieser Umweltaktion.“

Geocaching ist eine Art moderner Schnitzeljagd, bei der mittels GPS-Gerät versteckte Schätze – meist wasserdichte Behälter mit einem Logbuch – gesucht werden, deren Koordinaten im Internet abgerufen werden können. Unter erfahrenen Cachern gilt der Ehrenkodex, dass das „Spielfeld Natur“ besonders geachtet und gehegt werden soll. „Wir führen regelmäßig so genannte „Cache in, Trash out“ -Veranstaltungen durch, bei denen wir mittels Internet die Gemeinde der Dosensucher zu Umweltschutzaktivitäten mobilisieren“, erläutert Geocacherin Denise Barth. „Meistens geht es dabei zum organisierten Müllsammeln in den Wald. Die Aktion für den Eidechsenschutz war auch für uns eine Premiere.“

Fürs Wochenende an Fronleichnam bereiten Geocacher eine Konferenz zum Thema „Geocaching und Umweltschutz“ mit praxisnahem Programm vor. Netzwerke sollen entwickelt werden – mit Anleitung für Neulinge. Die Naturführer aus Hattingen werden den Geocachern auf der Konferenz einen Gegenbesuch abstatten und sie in Workshops weiter für die Natur sensibilisieren. Die Kooperation gedeihe auf fruchtbarem Boden: www.gecko-event.de, www.dienaturfuehrer.de.

 
 

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