Nanny will ins Gemüsebeet

Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool
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Aufregend kann das Leben mit Kaninchen sein, wenn sie sich in den Kopf gesetzt haben die Welt zu entdecken.

Hattingen..  Bilbo hoppelte alleine, aber zufrieden über den Rasen. Zum Glücklichsein brauchte das schwarze Kaninchen nur ein Stück Auslauf im Garten. Doch dann kam Nanny.

Lena Vorberg (20) und ihre Mutter Martina meinten es gut: Bilbo sollte Gesellschaft bekommen. Also fuhren sie ins Tierheim und holten die schneeweiße Nanny mit braunen Ohren. Bilbo ist kastriert, also sollte es keine Probleme geben. In die Mitte des 16 Quadratmeter großen, offenen Auslaufs stellten sie einen Sonnenschirm, der den beiden Kaninchen Schatten spenden und auch vor Bussarden schützen sollte. „Bilbo und Nanny beschnupperten sich und freundeten sich an. Dann wurde es Nanny irgendwann zu langweilig“, erzählt Martina Vorberg. „Sie sollte auf Entdeckungstour gehen.“

Entschlossen buddelte Nanny Löcher, so heimlich und schnell, dass sie sich erfolgreich in die Freiheit grub. Als Familie Vorberg das entdeckte, liefen alle aufgeregt im Garten herum. „Nanny rannte quer durch die Beete, doch irgendwann erwischten wir sie.“ Bilbo saß noch immer seelenruhig hinterm Zaun.

Damit Nanny keine weiteren Löcher unter den Zaun hindurch buddeln kann, legte Familie Vorberg Maschendrahtzaun auf den Boden. Kein Problem für Nanny: Sie biss den Küken-Draht durch, der das Gehege abgrenzte und hüpfte wieder ins Gemüsebeet. „Ich sah einen weißen Fleck auf dem grünen Rasen und wusste sofort Bescheid.“

Zufriedener Bilbo

Ein dickerer Zaun musste her – ab in den Baumarkt. Jetzt konnte Nanny unten nicht mehr durch und auch den Zaun nicht entzwei teilen. Aber: „Da fiel dem Kaninchen ein, dass es ja springen kann.“ Hüpf, hüpf – über den achtzig Zentimeter hohen Zaun ab ins Gemüsebeet. „Da haben wir ein Fischernetz über den Zaun gespannt“, so Lena Vorberg. „Doch Nanny sprang auf den Stall in der Mitte des Auslaufs, stellte sich auf die Hinterpfoten und machte einen Satz unter das Netz hindurch.“

Während Familie Vorberg also das Fischernetz penibel an den Zaun nähte, mümmelte Bilbo verwundert, aber zufrieden an einer Karotte.

Nanny hingegen nahm die Herausforderung an und tüftelte am nächsten Ausbruchsplan. „Wir saßen mit Freunden am Tisch und haben Pizza gegessen. Auf einmal fragte jemand: Ist das normal, dass da euer Kaninchen vor der Terrassentür sitzt?“

Mittlerweile sind die Kaninchen im Auslauf komplett verbarrikadiert. „Das Konstrukt ist fest miteinander verbunden. Man könnte das Ganze hochnehmen und in einem versetzen“, sagt Lena Vorberg. Nur an einer Ecke kann sie in den Auslauf der Kaninchen klettern: erst das eine, dann das andere Bein über den Zaun, dabei den Rücken krümmen, den Kopf einziehen und unter das Fischernetz hindurch bücken.

Bilbo schaut ihr zu.

 
 

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