Nachwuchs macht Diplom als Fachwerk-Experte

Foto: Funke Foto Services

„Fachwerk heißt in lebendige Geschichte eintauchen“: Das tun Besucher in der Ausstellung über Fachwerk im Bügeleisenhaus, die am Samstag eröffnet wurde. Neben der Sparkassen-Fachwerk-Rally für Familien durch die Altstadt gibt es eine Rallye rund ums Bügeleisenhaus, bei der Kinder bei richtiger Beantwortung von zwölf Fragen ihr Fachwerk-Experten-Diplom machen können.

„Wir wollen vor allem bei Jüngeren das Interesse für das Thema Fachwerk wecken“, erklärt Lars Friedrich (47), Vorsitzender des Heimatvereins. Der Flyer mit dem Fragenkatalog ist an der Kasse des Bügeleisenhauses erhältlich und führt die Teilnehmer durch die verschiedenen Räume des Museums, sowie außen um das Gebäude herum. Start ist vor dem Museum, an dessen Tür auch direkt auf den Hausbalken und seine Bedeutung aufmerksam gemacht wird. Danach geht es weiter ins Innere des Gebäudes, wo sich die Kinder vor allem mit dem Bau des Fachwerks selber und der Geschichte des Bügeleisenhauses beschäftigen müssen, um alle Antworten zu finden. Für die letzten drei Fragen werden die Besucher hinausgeführt, um das Bügeleisenhaus näher von außen zu betrachten. Wer die Rally hinter sich hat kann aber trotzdem noch einen genaueren Blick in die Ausstellungsräume riskieren und etwa das Vier-Quadratmeter-Stadtmodell von Johann Wittmers besichtigen oder alte Fotos von heute noch vorhandenen Fachwerkhäusern betrachten.

„In den unteren Räumen kann die Geschichte des Fachwerks anhand der des Bügeleisenhauses nachvollzogen werden“, erklärt Friedrich. Dazu dienen neben einem Zeitstrahl weitere Ausstellungsstücke. Im Eingangsbereich zeigen vier Modelle aus den Jahren 1611 bis 1980 die baulichen Veränderungen des Bügeleisenhauses. „Wir verwenden immer nur die Baustoffe, die wir auch im Fachwerk vorgefunden haben, ansonsten würde es schon nach ein paar Jahren bauphysikalische Probleme geben“, erklärt im oberen Bereich Uwe Schlauch, Geschäftsführer von Holz- und Lehmbau GmbH.

 
 

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