Modellbauer sucht ein neues Zuhause für Miniatur-Hattingen

Johann Wittmers hat sein Modell der Altstadt von Hattingen weiter ausgebaut. Noch bis zum 4. Dezember ist es im Bügeleisenhaus zu sehen.
Johann Wittmers hat sein Modell der Altstadt von Hattingen weiter ausgebaut. Noch bis zum 4. Dezember ist es im Bügeleisenhaus zu sehen.
Foto: Jürgen Theobald
Das Modell der Hattinger Altstadt ist bis 4. Dezember im Bügeleisenhaus zu sehen. Erbauer E. Johann Wittmers würde es auch danach gern zeigen.

Hattingen..  Klein-Hattingen wächst und wächst. Deshalb sucht E. Johann Wittmers für sein Modell der Altstadt jetzt ein neues Zuhause. Erstmal ist es aber noch eine Woche im Museum im Bügeleisenhaus zu sehen – als Teil der Ausstellung Fachwerk 1611, die noch bis 4. Dezember läuft (Samstag und Sonntag 15 bis 18 Uhr).

Häufig war an den Wochenenden auch E. Johann Wittmers, der neue Häuser einpasste, im Museum zu finden. Im heimischen Keller baute er zuletzt am Steinhagen, an Gebäuden der Emsche- und Grabenstraße inklusive Stadtmauer. Einige der Häuser gibt es längst nicht mehr, doch der Hobby-Bastler hat sie anhand alter Aufnahmen aus dem Archiv rekonstruiert und originalgetreu etwa im Maßstab 1:1000 nachgebaut. Zum Beispiel das Haus Emschestraße 26. „Auf Luftbildern waren dort Hallen zu sehen“, sagt Wittmers. Also hat sein Modell Anbauten, die heute nicht mehr stehen.

Modell ist knapp fünf Quadratmeter groß

Knappe fünf Quadratmeter ist die Platte inzwischen groß und zwei will Wittmers noch anbauen: „Es kommen noch der Untermarkt, Obermarkt, das Krämersdorf und Große Weilstraße bis zum Bunker“, sagt er. Nur Platz in seinem Arbeitszimmer hat das Modell nicht mehr. Deshalb sucht der Erbauer einen neuen Standort für sein Klein-Hattingen.

Um das große Altstadt-Modell unterzubringen, hat Wittmers schon beim Industriemuseum angefragt. Gut vorstellen könnte er sich auch, dass es im Stadtmuseum gezeigt wird, „das würde passen, oder in der Sparkasse oder im Rathaus“. Bedingung ist nur: Das Modell sollte öffentlich zugänglich sein – und auch für seinen Erbauer erreichbar, da es weiter wachsen soll. Der Raum müsste lediglich groß genug sein, trocken und es sollten beständig mehr als zehn Grad Celsius herrschen. „Vielleicht sollte ich den Bürgermeister ansprechen, denn der sagte bei der Ausstellungseröffnung im Bügeleisenhaus, dafür werde sich ein Platz finden“, überlegt E. Johann Wittmers. Für Vorschläge ist er jedenfalls dankbar.

Die St.-Georgs-Kirche muss über Weihnachten umziehen

Nur über die Weihnachtszeit, da wird das Modell ein wenig gestutzt. Denn die Georgskirche, um die Wittmers vor vier Jahren begonnen hat, alles aufzubauen, die er aber nicht selbst gestaltete, braucht er dann für den heimischen Weihnachtstisch. So ist es seit Jahren Tradition. Danach kehrt sie aber in ihre Miniatur-Umgebung zurück, verspricht er.

 
 

EURE FAVORITEN