Mit Pauken und Trompeten

Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
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Evangelischer Kirchenkreis feierte vor der St. Georgs-Kirche den Start in das Jahr der Kirchenmusik. Motto: „Gottesklang“.

Hattingen.. Die Idee war gut und beinahe hätte sie auch funktioniert. Nachdem die Glocken auf dem Kirchplatz verstummen, beginnt eine Frau auf der Flöte zu spielen. Männer vom Hattinger Blechbläserensemble erheben Trompete, Posaune und Tuba, der letzte schlägt auf die Pauke. Und als dann eine Gruppe von Menschen „O lasset uns anbeten“ zu singen beginnt , kommen mehrere neugierige Passanten um die Ecke gebogen und stimmen rasch in das Lied mit ein. Die kalten Finger halten die Liederblätter fest, die im Wind leicht flattern.

In knapper Entfernung stehen auch Teilnehmer der Hundeschule auf den Platz – Bobtail und Labrador spitzen die Ohren, wenden sich zum Gesang. Doch dann – ein Regenschauer und alle flüchten. Nur noch die Eisernen bleiben stehen, spannen einen Regenschirm auf oder ziehen sich die Kapuze über den Kopf und singen weiter. Applaus gibt es immerhin von einer Frau am Rande, die unterm Hausdach Schutz gefunden hat. Doch Pfarrer Udo Polenske hält weiter durch – eröffnet ist das Jahr der Kirchenmusik 2012 im Evangelischen Kirchenkreis Hattingen-Witten.

Gemeinschaftsgefühl

Das Motto lautet in ganz Westfalen, in Hannover und Lippe: Gottesklang. Dazu gehören die Musik und der Gesang. „Singen ist eine besondere Form der Ehrerweisung für Gott, so können wir Liebe und Demut äußern“, sagt Nicole Schneidmüller-Gaiser vom Kirchenkreis, „das Singen ist ein Ausdruck des christlichen Lebens. Wir erfahren durchs Singen und Musizieren ein Gemeinschaftsgefühl; Singen verbindet Menschen, zeigt uns, dass wir zusammen ge­hören.“

Etwa 500 Chorsänger und Chorsängerinnen gibt es im Kirchenkreis Hattingen-Witten, schätzt Kreiskantor Hans Wilfrid Richter. Schon im ersten Halbjahr wird es rund fünfzig Veranstaltungen in Hattingen und Witten geben – sowohl Konzerte als auch besondere Angebote. Ein Schwerpunkt ist die Reformation; im Zusammenhang mit der Lutherdekade, die zu dem 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 hinführt. „Martin Luther, der Gründervater der evangelischen Kirche, war selbst sehr musikalisch, hat eigene deutsche Lieder komponiert“, weiß der Kreiskantor, „seine Überzeugungen hat er übers Singen ausgedrückt und auf diese Weise unters Volk gebracht. Die Liederzettel wurden weitergereicht, durchs gemeinschaftliches Singen wurde die Reformation vorangetragen. Von Luther stammt zum Beispiel das Lied: Vom Himmel hoch.“

Außerdem im Programm: In der St.-Georgs-Kirche wird es am 21. und am 28. April einen Orgelschnuppertag für Klavierspieler geben. „Das ist etwas Besonderes, wenn man da einmal mit beiden Händen und Füßen an einer Orgel mit 2000 Pfeifen spielen darf“, sagt Nicole Schneidmüller-Gaiser. Auch eine Erkundungstour zu Orgeln im Ruhrgebiet wird es geben.

 
 

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