Mit Ausbildung zum Erfolg

Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland: (v.li.) Tina Julia Thiermann (Projektmitarbeiterin Elternnetzwerk NRW), Olena Rupp (Sozialarbeiterin), Markus Ackermann (Geschäftsführer Interkulturelles Zentrum), Alla Weber (1. Vorsitzende).
Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland: (v.li.) Tina Julia Thiermann (Projektmitarbeiterin Elternnetzwerk NRW), Olena Rupp (Sozialarbeiterin), Markus Ackermann (Geschäftsführer Interkulturelles Zentrum), Alla Weber (1. Vorsitzende).
Foto: Michael Korte
Berufliche Integration Jugendlicher aus Zuwanderungsfamilien wird thematisiert bei Veranstaltung von Interkulturellem Zentrum und Islamischer Gemeinde.

Hattingen..  Bildung für Jugendliche ist Sache der ganzen Familie. Ist das Duale Bildungssystem für die Eltern aber ein Buch mit sieben Siegeln, weil sie nicht aus Deutschland kommen, können sie ihren Nachwuchs nicht angemessen unterstützen, sagt Alla Weber vom Elternnetznetzwerk NRW. Dieses lädt zu einer Informationsveranstaltung am 30. November von 10 bis 13 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses ein. Thema: Die „Berufliche Integration von Jugendlichen aus Zuwanderungsfamilien“.

Organisiert wird der Vormittag von den Vereinen „Interkulturelles Zentrum Magnet“ und „DITIB – Türkisch Islamische Gemeinde zu Hattingen“. Landtagspräsidentin Carina Gödecke wird ein Grußwort sprechen. Thema ist: „Mein Beruf. Meine Zukunft. Mit Ausbildung zum Erfolg.“ Eine Anmeldung dafür ist nicht nötig. Die Veranstaltung ist eingebettet in eine Reihe von insgesamt 40 im Land. Das Projekt, das im April gestartet ist, läuft bis 31. Dezember 2014.

Ansprechpartnerin ist Tina Julia Thiermann, die gestern an der Schulstraße 30 das Interkulturelle Zentrum Magnet besuchte und das Projekt erläuterte, das auf die Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen setzt. Es richtet sich an Jugendliche und Eltern mit Migrationshintergrund. Das Ausbildungssystem mit seinen Voraussetzungen, Aufstiegschancen und Perspektiven soll transparent gemacht werden, damit Mütter und Väter den beruflichen Lebensweg ihrer Kinder gut mitgestalten können. Bei Vorläuferveranstaltungen, so die Projektleiterin, hätten Jugendliche schon Stellen für ein Praktikum bekommen und eine Perspektive auf eine Ausbildung, „weil sie bei der Veranstaltung waren und Kontakte geknüpft haben“, denn eingeladen seien immer auch Unternehmen aus der Region.

Keinen Migrationshintergrund hat Markus Ackermann, der Geschäftsführer des Interkulturellen Zentrums, auch wenn viele das glauben. Aber viel Einfühlungsvermögen und Verständnis. Oft bringt jemand viel mehr deutsche Sprachkenntnisse mit, als auf Anhieb erkennbar ist, traut sich aber nicht zu sprechen. Ackermann animiert dazu. Und freut sich über den „Wissensdurst der Leute“. Sprachkenntnisse, die er nicht mitbringt, haben andere Mitarbeiter.

Magnet wurde 2007 aufgebaut und hat neben einem Seminar- auch einen PC-Raum für zwölf Teilnehmer plus Dozent. Angefangen wurde mit leichten Wordkursen für Spätaussiedler. Das Kursangebot ist auch auf die Bedürfnisse der Teilnehmer ausgerichtet.

EURE FAVORITEN