Melodiöse Leichtigkeit

Lore Goes. Foto: Archiv, Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
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Musikalische Glanzlichter aus fünf Jahrhunderten mit Lore Goes.

Hattingen..  Musikalische Glanzlichter aus fünf Jahrhunderten präsentierte Dirigentin und Referentin Lore Goes in der Evangelischen Kirche Winz-Baak.

Unterstützt wird sie von Sopranistin Catharina Jansen, Pianist Dietmar Steegborn, den Geigern Ernst und Erika Holzbach, Bratschist Mischa Miodrag Vajagich, Cellist Hans Göbel, den Flötistinnen Friederun Juhre und Andrea Kampmann mit dem Blockflötenensemble Weitmar und dem Hattinger Vokalensemble.

Neben den Altmeistern Bach, Händel, Telemann, Mozart und Mendelssohn-Bartholdy stehen neue alte Meister auf dem Programm: Joachim Neander, Hans Leo Hassler, Johann Friedrich Fasch, Heinrich Schütz, Heinrich Isaac, Giovanni Gastoldi, Gottfried August Homilius und Josef Rheinberger kennen heute allenfalls noch Insider – zu Recht? Für Lore Goes keine Frage: Kompetent stellt sie die Meister in Wort und Ton vor, damit sich die Zuhörer ihre Meinung bilden können.

Nach aparten Klängen des Blockflötenensembles Weitmar in Joachim Neanders „Lobe den Herren“ begeistert Catharina Jansens Sopran zu luziden Querflötenklängen, Cembalo und Bass mit stilsicherem Barockklangbild in klaren Konturen und zügigen Tempi in Händels Arie „Meine Seele hört im Sehen“. Präzise Tempi und klangschöne Phrasierungen lassen den galanten Stil der Mannheimer Schule in Johann Heinrich Faschs Sonate B-Dur lebendig werden. Barockmeister Heinrich Schütz wollte das Wort nachklingen lassen: Sein Psalmkonzert „Jauchzet dem Herren alle Welt“, geprägt durch kunstvollen Wechsel von Homophonie und Mehrstimmigkeit und in stilsicheren Kanons mit Nachhalleffekten vom Vokalensemble gestaltet, stellt dies unter Beweis. Melodiöse Leichtigkeit zeichnet Händels Triosonate F-Dur und die Tanzsätze aus seiner Rodrigo-Suite aus, ebenso Mozarts „Veilchen“, das Catharina Jansen singt.

Giovanni Gastoldis Renaissancemadrigal „An hellen Tagen“ ist fröhlich-beschwingt. Bravorufe löst der Chorklang in Jubelrufen von Johann Christoph Bachs „Gloria“ aus.

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