Massive Verspätungen bei der Bogestra

Zu massiven Verspätungen im Straßenbahnverkehr führte die erste richtige Frostnacht des Jahres. Auf allen Straßenbahnlinien, so die Bogestra, stockten die Bahnen von Betriebsbeginn um 4 Uhr an immer wieder. Auf WAZ-Anfrage erläuterte Sprecherin Sandra Bruns die Ursache: „In der Nacht zum Montag hatte es geregnet. Dadurch waren die Fahrleitungen vereist.“

Das Wasser gefror an den Fahrdrähten und bildete eine geschlossene Schicht, die den Strom nur sehr schlecht leitet. „Unsere Bahnen werten dies automatisch als Störung und schalten sich schlicht ab“, so Bruns.

Die Fahrer müssen sie dann manuell wieder starten. Wie die Bogestra erläutert, schalte sich eine moderne Straßenbahn jedoch nach mehrmaligem An- und wieder Ausschalten komplett ab. „Das ist im Grunde für den Fahrgast gut, denn die Sicherheit hat im Betrieb stets absoluten Vorrang“, erklärt die Sprecherin. Nachteil dieses automatischen Sicherheits-Verfahrens: Es kam zu Rückstaus.

Wenn Frost, Schnee oder gefrierende Nässe vorhersehbar seien, arbeite die Bogestra anders: Dann seien zwischen 0 und 4 Uhr früh Bahnen unterwegs – ohne Fahrgäste: Ihre Aufgabe sei es, Schnee von den Gleisen zu räumen und die Fahrdrähte blank zu bekommen.

 
 

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