Magisches Musical über Feen und Zauberer

„Die Feen von Burg Blankenstein“ soll das neue Musical der „Factory“ heißen – und märchenhaft kostümiert erschienen viele Mädchen zum Casting.
„Die Feen von Burg Blankenstein“ soll das neue Musical der „Factory“ heißen – und märchenhaft kostümiert erschienen viele Mädchen zum Casting.
Foto: WAZ FotoPool
Der Jugendchor „Music Factory Hattingen“ sucht im Haus der Jugend stimmgewaltige Unterstützung für sein neues Projekt: Schauplatz der märchenhaften Handlung ist die Burg Blankenstein.

Hattingen..  Ein magischer Stein, ein böser Zauberer und gute Feen, die auf der Burg Blankenstein hausen – im neuesten Musical-Projekt des Jugendchors „Music Factory Hattingen“ dreht sich alles um die faszinierende Welt der Magie. Für die Rollen in seinem Musical „Die Feen von Burg Blankenstein und der böse Zauberer“ suchte Chorleiter Gerd Siebert im Haus der Jugend schon jetzt stimmgewaltigen Nachwuchs und lockte mit seinem Casting Kinder und Eltern an die Bahnhofstraße.

„Gertchen“ schreibt und komponiert

„Nach unserem Projekt über die Isenburg vor zwei Jahren, beschäftigen wir uns jetzt wieder mit einer Hattinger Geschichte“, freut sich Gerd Sibert, von Kindern und Eltern liebevoll „Gertchen“ genannt, über den lokalen Bezug des neuen Musicals. „Die Handlung ist kindgerecht verpackt in Lieder, die zu der Geschichte passen“, beschreibt der Chorleiter den Aufbau des Musicals. Den Handlungsfaden spinnt Gerd Siebert dabei ebenso selbst, wie er in Eigenarbeit die Musik komponiert und die Lieder betextet.

Die junge musikalische Verstärkung ist an diesem Vormittag sichtlich aufgeregt: Zum Teil kostümiert sitzen die Nachwuchs-Sänger auf ihren Stühlen, kneten erwartungsvoll ihre Hände, lassen die Beine baumeln und lauschen gebannt dem Gesang der erfahrenen Chor-Mitglieder. „Natürlich ist das kein Casting im normalen Sinne“, betont Gabriele Petersen, Vorsitzende der Music Factory.

Schließlich werde keinem der anwesenden Kinder die Chance verwehrt, beim Musical mitzumachen. Im Gegenteil: „Wir möchten heute schon einmal gucken, welches Kind zu welcher Rolle passt und ob sich die Kinder mit dem Projekt überhaupt wohl fühlen.“ Der Spaß an der Musik stehe schließlich im Vordergrund und müsse nach Kräften gefördert werden.

Aufführung noch in diesem Jahr

Die Altersspanne der Sängerinnen und Sänger reicht dabei von gerade einmal vier bis hin zu 18 Jahren. Die Resonanz auf das Chor-Angebot sei sehr gut, bestätigt Gabriele Petersen mit Blick in die bunte Runde: „Wir sind ein stetig wachsender Chor.“ Der Jugendchor Factory wurde im Juni 2010 gegründet. Die Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren singen überwiegend die Songs ihrer aktuellen Idole und Stars. Die ersten Erfolge stellten sich schnell ein. Mit dem ersten Konzert „We are the World“ im Juni 2011 und dem aus Film und Fernsehen bekannten Stargast Ron Williams konnte der Chor gleich einen ersten Preis gewinnen. Erstmalig vergab damals der Chorverband NRW die Konzert-Präsentationsmedaille für Chöre, die in der Konzertgestaltung und Präsentation neue Wege gehen. „Factory“ ist der erste Chor im Sängerkreis, der diesen Preis gewann.

An welchen Tagen genau die jungen Sängerinnen und Sänger ihr Musical über die Blankensteiner Feen und ihren Kampf gegen den bösen Zauberer einem großen Publikum präsentieren werden, steht zurzeit noch nicht fest. „Das Projekt soll aber definitiv noch in diesem Jahr aufgeführt werden“, verspricht Gabriele Petersen.

 
 

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