Kuschelige Kostüme als Hingucker

Familie Meier aus Hattingen mit selbstgebastelten Kostümen.
Familie Meier aus Hattingen mit selbstgebastelten Kostümen.
Foto: Fischer
Familie Meier hat die Tier-Charaktere „Nero und Rotanes“ ins Leben gerufen. Verkleidet als Fuchs und Wolf besuchen die Ehrenamtler Veranstaltungen

Hattingen.  Als Nero und Rotanes durch die Hattinger Fußgängerzone laufen, werden sie schnell zu einem echten Anziehungspunkt – sie ziehen alle Blicke auf sich, winken fröhlich den Passanten zu und zaubern ein Lächeln auf ihre Gesichter.

Wer die beiden kuscheligen Gestalten mit dem weichen Fell sind? Fuchs und Wolf, und zwar in menschlicher Größe. Dahinter stecken Andreas Meier (49) und seine Tochter Lilly (16), die gemeinsam mit Mutter Britta Scholz-Meier (46) die Ganzkörper-Tierkostüme in liebevoller Detailarbeit hergestellt haben. Auf regelmäßigen Terminen erwecken sie die beiden Fantasie-Charaktere zum Leben, und das ehrenamtlich, ohne für Einladungen oder Fotos Gebühren zu verlangen.

„Ich habe mit Hilfe eines digitalen Programms immer wieder gerne Füchse gezeichnet, weil die Tiere mich faszinieren“, erinnert sich Lilly Meier daran, wie die Idee entstanden ist, Kostüme zu basteln. „Wir wollten den Fuchs zum Leben erwecken und haben ihn daraufhin als Kostüm entworfen“, so Andreas Meier. Das war vor drei Jahren. Obwohl die Familie keine großen Vorkenntnisse hatte, waren alle in die Gestaltung involviert. Die Anzüge, beim Fuchs aus hellbraunem, beim Wolf aus weiß-grauem Kunstfell, sind nach genauer Maßnahme von Britta Scholz-Meier genäht worden. Die Köpfe haben Andreas und Lilly Meier hingegen aus Schaumstoff modelliert und ebenfalls mit Fell beklebt. „Man wird nie ganz fertig mit den Kostümen, weil man immer etwas verbessert“, sagt Lilly Meier. Mit schwarzen Hüten und Mänteln ausgestattet sind Nero und Rotanes echte Hingucker.

Nur zwei kleine Nachteile gibt es: Die Sicht in den Kostümen ist beschränkt und es ist warm unter dem Fell. Doch der Aufwand lohnt sich jedes Mal, denn die Fantasie-Gestalten sind bei jungen und alten Zuschauern beliebt. „Ich habe diese Tiere noch nie gesehen“, staunt Ian (9). Die Geschwister Leonie (6) und Leandro (4) streicheln etwas schüchtern über das Fell. „Die beiden sehen echt toll aus“, sagt auch Pasquale (16), der noch schnell ein Foto mit ihnen macht. Übrigens: Reden tun die Gestalten natürlich nicht, sie quieken nur mit Hilfe eingebauter Hupen. „Wir möchten den Menschen einfach etwas Spaß bringen“, erklärt Andreas Meier das ungewöhnliche Hobby der Familie. Mittlerweile haben die Meiers schon eine Fangemeinde, bekommen regelmäßig Post und fühlen sich wie „kleine Popstars“, scherzt Vater Andreas. Viele ihrer Auftritte halten sie in Videos fest, die von Britta Scholz-Meier gefilmt und auf dem Internet-Kanal Youtube veröffentlicht werden. „Das ist einfach eine schöne Erinnerung für uns“, so die Familie.

 
 

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