Kurz vor Ostern läuft der Eierverkauf auf dem Markt richtig gut

Mine Nadarevic. Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool
Mine Nadarevic. Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Händlerin Mine Nadarevic steht im tiefsten Winter und in der Sommerhitze auf dem Marktplatz in Welper. Die von ihr angebotenen Hühnereier haben jedoch jetzt ihre eigentliche Hochsaison. Kurz vor Ostern erweitert sich auch das Angebot.

Hattingen.. „Weiße, braune oder gemischt?“ Und nur jetzt kommt noch die Frage dazu: „Oder bunte?“ Mine Nadarevic (42) verkauft Eier auf dem Markt. „An guten Tagen bis zu 4000 Stück.“ Dreimal in der Woche steht sie mit ihrem Stand auf dem Rathausplatz oder auf dem Marktplatz in Welper. Bei Wind und Schnee, Frost und Regen, aber auch Sonnenschein und Hitze. Jetzt kurz vor Ostern ist das Wetter angenehm und besonders viele Leute kaufen Eier.

„Ein Ehepaar hat soeben dreißig Stück gekauft. Sie fahren an die Nordsee und nehmen die Ostereier mit dorthin, verstecken sie“, sagt Mine Nadarevic fröhlich.

Morgens um 6.30 Uhr baut Mine Nadarevic ihren Stand auf, ab 7.30 Uhr kommen die ersten Kunden. „Oft sind es Männer, die Eier fürs Frühstück holen. Sie kaufen am liebsten die großen XXL-Eier“, ist ihr aufgefallen. „Am Vormittag wird es dann voll auf dem Markt.“ Es bildet sich eine Menschenschlange am Stand der Eierverkäuferin. Die steigenden Temperaturen, das schöne Wetter weiß sie besonders zu schätzen. „Im Winter war es eisigkalt, ich stand in Skihose hier. Ich war so dick eingepackt, dass ich aussah wie ein Eskimo“, sagt sie lachend. „Auf die Hühnereier an meinem Stand habe ich dann auch eine Decke gelegt.“ Die Kälte blieb nicht ohne Folgen: „Ich habe eine Nierenbeckenentzündung bekommen und musste ins Krankenhaus. Das war nicht gerade schön und es tat mir auch für die treuen Kunden leid.“

Besondere Atmosphäre auf dem Markt

Jetzt – im Frühling – ist alles wieder gut. Zum ersten Mal erlebt sie das Ostertreiben auf dem Markt. Sie ist nämlich auf dem Marktplatz sozusagen noch ein Neuling. Im Juli vergangenen Jahres hat Mine Nadarevic den Eierstand übernommen. Früher hat sie in einem Großhandel gearbeitet, sich dann 13 Jahre lang um ihre drei Kinder gekümmert. „Jetzt wollte ich wieder arbeiten gehen“, erklärt sie. Auf dem Markt herrscht eine besondere Atmosphäre. „Die Händler grüßen sich, sind alle sehr nett. Auch die Kunden haben mich ab dem ersten Tag freundlich aufgenommen und waren so vertraut, als hätte ich sie schon immer gekannt. Die meisten sind Stammkunden. Ich kenne fast jedes Gesicht.“ Da erzählen sie sich, wie traumhaft der letzte Urlaub war und dass sie jetzt Eier für die Geburtstagstorte der Schwester kaufen. [kein Linktext vorhanden]

Die Eier kommen aus Warendorf im Münsterland. „Es gibt Eier von freilaufenden Hühnern und aus der Stallhaltung.“ Viele entscheiden sich für die Eier von freilaufenden Hühnern. Da Menschen an solch schönen Frühlingstagen gerne draußen herumspazieren, sollten sie auch den Hühnern diese Freiheit gönnen. „Auf Bestellung verkaufe ich auch Wachteleier“, so Mine Nadarevic, „im Moment sind weiße Eier beliebt, weil sie sich für Ostern gut bemalen lassen.“

Mine Nadarevic isst selbst am liebsten Rührei. Als sie sechs Jahre alt war, zog sie von Bosnien nach Deutschland – das war 1976. Heute steht sie hier auf dem Markt, gießt ihren Stammkunden heißen Kaffee ein und ruft ihnen lächelnd entgegen: „Guten Morgen! Ich habe schon auf euch gewartet.“

 
 

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