Kunstrasen in Rat gekickt

Dominika Sagan
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Hattingen.  Vereine äußern sich zur Eigenleistung. Politik verschiebt Entscheidung.

Drei Jahre, drei sanierte Ascheplätze – so lautet der Plan. Die Politiker im Haupt- und Finanzausschuss diskutierten erneut darüber, fünf Plätze in fünf Jahren in Schuss zu bringen (Antrag der SPD) und über die Frage, ob mit Blick auf den demografischen Wandel nicht vier Plätze reichten (Grüne/FWI) – daher haben letztere „keine Sympathie“ für den SPD-Vorstoß.

„Wir haben schon Bredenscheid abgegeben“, antwortete Heinz-Theo Haske (CDU). Der berichtete, dass die Stadt Essen, die viel länger im Haushaltssicherungskonzept stecke, nun fünf Kunstrasenplätze baue. „Wenn Düsseldorf dem zustimmt, warum sollte das Arnsberg nicht tun“, fragte Haske. In Hattingen soll eine Aufstockung von Asche zu Kunstrasen mit Eigenbeteiligung der Vereine möglich sein: 150 000 Euro.

Dazu äußerten sich die Vereine: Der SuS Niederbonsfeld kann die Mittel wahrscheinlich aufbringen. Die SG Welper wird sie vermutlich durch einen Kredit finanzieren können und diesen durch Nutzungsgebühren re-finanzieren müssen. Zweite Möglichkeit: Verkauf des Ascheplatzes an der Marxstraße. Oder: Der TuS Blankenstein wechselt von Holthausen ganz nach Welper, der Platz An der Behrenbeck wird verkauft. Das Ziel des TuS Hattingen bleibt: Kunstrasen. Sich für alle fünf Vereine und Plätze zu öffnen, findet Haske richtig. Eine weitere Zeitschiene können sich CDU und FDP ebenfalls vorstellen. Für Kämmerer Frank Burbulla hieße die zeitliche Auffächerung mehr Spielraum in Verhandlungen mit der kommunalen Aufsicht. Denn genehmigt seien nicht einmal die drei Ascheplätze, erinnert Gilbert Gratzel (FDP). Allerdings müsse die Sanierung in 2011 beginnen. Die vorgesehenen 200 000 Euro können nicht übertragen werden, sagt Dezernentin Beate Schiffer. Die Prioritätenliste müsse erhalten bleiben: Marxstraße, Wildhagen, Niederbonsfeld. Der Rat soll entscheiden.