Klassik im Zeichen der Kontraste

Robert Laube, Johannes Kunze und Thomas Alexander (v.li.).Foto:Walter Fischer
Robert Laube, Johannes Kunze und Thomas Alexander (v.li.).Foto:Walter Fischer
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Frühlingskonzert: „Rhein-Ruhr Philharmonie“ spielt Mahler und Strauss.

Hattingen..  Für diesen Termin machen sich die Hattinger fein: „Die Dame im schönen Kleid, der Herr im Anzug und frisch rasiert“, weiß Robert Laube. Der Museumsleiter des Industriemuseums Henrichshütte schwärmt von der Konzertreihe „Volksbank Klassisch“. Am Samstag, 25. April, findet das Frühlingskonzert der Rhein-Ruhr Philharmonie in der Gebläsehalle des Museums statt. Auf dem Programm stehen Werke von Gustav Mahler und Richard Strauss.

„Vier letzte Lieder“ heißt die Komposition von Richard Strauss. Dabei waren es nicht die letzten Lieder – der Verleger habe sie so genannt, weiß Bratschist Johannes Kunze. Er zeichnet für die Kooperation der Rhein-Ruhr Philharmonie mit der Volksbank Hattingen-Sprockhövel und dem Industriemuseum Henrichshütte verantwortlich. „Wenn einer der drei Partner wegfällt, würden keine Konzerte mehr stattfinden“, sagt Laube. Es steht die 15. Auflage der Konzertreihe an, so Thomas Alexander von der Volksbank. Im Jahr 2008 hat diese eine Tribüne für die Gebläsehalle gesponsert. Die in Südkorea geborene Sopranistin Myung-Hee Hyun ist der Star-Gast im April. Sie hat ihr Gesangsstudium, unter anderem in Köln, mit Auszeichnung bestanden. Junge Talente zu fördern gehöre zum Konzept, sagt Kunze. Dirigent Ingo Ernst Reihl und die Sängerin sind die einzigen, die eine Gage erhalten. Das Orchester spielt ehrenamtlich.

Das Frühlingskonzert steht unter dem Motto Kontraste und Gegenwelten. Zwei Kompositionen von Gustav Mahler stehen auf dem Programm: „Blumine“, ursprünglich der zweite Satz in Mahlers erster Symphonie, handelt von der Göttin des Frühlings. Während es bei der vierten um Abschied und Tod geht. „Verstörendes steht direkt neben dem Schönen“, sagt Johannes Kunze. Kontrastreich ist auch der Spielort: Musiker im feinen Zwirn sitzen dann in der ehemaligen Gebläsehalle, die Museumsleiter Laube als das „Konzerthaus von Hattingen“ bezeichnet.

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