Kinderschutzbund feiert 40-jähriges Bestehen

Foto: Funke Foto Services
Fest mit vielen Aktionen. Verein hat viele Unterstützer in Hattingen, aber nur wenige in Sprockhövel

Hattingen..  Der Kinderschutzbund Hattingen/Sprockhövel hat sein 40-jähriges Bestehen mit einem großen Familienfest am Steinhagen und im St.-Georgs-Viertel gefeiert. Mit den Infoständen, der Livemusik, einer Hüpfburg, mit Artistiknummern und vielen weiteren Angeboten glich der Platz einem Rummel, bei dem die kleinen Besucher eine Menge Spaß hatten – und die Großen etwas lernen konnten.

„Als sich der Kinderschutzbund hier gegründet hat, war ich nicht mal geboren“, sagt Merve Tugcu, die sich heute im Vorstand engagiert. Durch das Fest habe sie erfahren, was für tolle Aktionen ihr Verein in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht hat. „Eine davon finde ich ganz besonders beeindruckend“, sagt sie. Vor zehn Jahren zierten 1600 kleine Fähnchen die Wiese vor dem Rathaus. Es war eine Aktion mit Symbolkraft. Denn jedes Fähnchen stand für ein Kind, das in Hattingen unterhalb der Armutsgrenze lebt. „Das zeigt mir, dass die Arbeit des Kinderschutzbunds absolut notwendig ist.“

Der Kinderschutzbund wirbt daher beständig um neue Mitglieder. Das klappt in Hattingen, aber nur mäßig in Sprockhövel. „Wir haben insgesamt etwa 120 bis 130 Mitglieder, davon nur elf in Sprockhövel“, sagt Tugcu.

Der Lohn für die ehrenamtliche Arbeit ist das Lachen der Kinder. Davon gab es am Steinhagen reichlich. Die Kinder stürmten die Hüpfburg, tobten durch ein Meer aus Seifenblasen, die durch die Luft schwebten, zeigten ihr artistisches Talent auf dem Einrad oder als Clown, ließen sich von einer Pantomime bespaßen, die kurzerhand mit ihnen eine Band zusammenstellte – mit dem verbogenen Tennisschläger als Gitarre oder dem Gartenschlauch als Mikrofon. Und von wegen: Die sitzen doch nur in ihrem Zimmer vor der Konsole. Die Schülerband der Sprockhöveler Mathilde-Anneke-Schule zeigte eindrucksvoll, dass es auch Jugendlichen um viel mehr in ihrer Freizeit geht. Sie griffen in die Seiten und unterhielten die Besucher mit bekannten Liedern aus dem Radio. Und das war nur ein kleiner Teil von dem, was das Fest zu bieten hatte. Es gab weitere Bands und Aktionen.

 

EURE FAVORITEN