Kicken auf Kunst

Die Jungen und Mädchen der E- und F-Jugend des SuS Niederbonsfeld auf dem neuen Kunstrasen an der Kohlenstraße. Foto: Svenja Hanusch/ WAZ FotoPool
Die Jungen und Mädchen der E- und F-Jugend des SuS Niederbonsfeld auf dem neuen Kunstrasen an der Kohlenstraße. Foto: Svenja Hanusch/ WAZ FotoPool
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Hattingen..  Der Kunstrasen-Sportplatz an der Kohlenstraße ist fertiggestellt und abgenommen. Gesamtkosten: rund 300 000 Euro.

Rekordverdächtiges Niederbonsfeld: Nach gerade einmal siebenwöchiger Bauzeit ist der neue Kunstrasen-Sportplatz bereits abgenommen worden. Ab sofort können die Fußballer des SuS Niederbonsfeld wieder an der Kohlenstraße dem Ball hinterherjagen.

„Es ist supergut gelaufen, auch mit den ausführenden Firmen“, sagt der Vereinsvorsitzende Christian Kolz. „Selbst strittige Punkte wurden am Ende einvernehmlich ausgeräumt.“

Rund 300 000 Euro hat die neue Anlage gekostet. Knapp 160 000 hat die Stadt für die Sanierung des alten Ascheplatzes dazugegeben, den Rest stemmt der SuS Niederbonsfeld, der in Eigenregie noch die Tribüne saniert hat und demnächst auch den Ballfangzaun erneuern wird. Laut Spendenbarometer fehlen dem Verein noch 13 000 Euro. „Es gibt aber schon weitere feste Zusagen, so dass die Lücke nur noch bei etwa 5000 bis 8000 Euro liegt“, so Kolz.

Trainiert wird also schon wieder, die Jugend nimmt am Wochenende den Spielbetrieb auf. Die Kreisliga-A-Mannschaft erwartet dann am 2. Oktober Blau-Weiß Mintard zum ersten Heimspiel auf Kunstrasen an der Kohlenstraße.

„Der SuS möchte sich ganz besonders für die Gastfreundschaft bei den Verantwortlichen und Platzwarten der Vereine bedanken, die während des Baus den Mannschaften Trainingsmöglichkeiten eingeräumt haben“, so der Verein. Sie sind zum TuS Hattingen in den Wildhagen ausgewichen, zum SC Oberstüter, zum VfL Kupferdreh und zu den Sportfreunde 07 in Rüttenscheid.

„Toll ist, dass unser Verein zusammengestanden hat“, freut sich der Vorsitzende. „Denn wir hatten eine extrem kurze Vorlaufzeit.“

Ursprünglich wollten die Bonsfelder erst 2013 bauen. „Schlüsselerlebnis war schließlich das Signal, dass das Geld für 2011 nicht nur in Hattingen bereit steht, sondern auch von der Bezirksregierung in Arnsberg bewilligt wird“, so Christian Kolz. „Wir haben uns gesagt: Wer weiß, was in den nächsten Jahren passiert, ob das wieder bewilligt wird. Dann haben wir angefangen.“

Dass der Eigenanteil in den vergangenen Wochen noch gewachsen ist, liegt an den größer gewordenen Ansprüchen. „Aber wann, wenn nicht jetzt, hätten wir die Tribüne machen sollen“, fragt Kolz. „Außerdem wollen wir den kleinen Platz auch noch verbessern.“

Der SuS Niederbonsfeld hat jetzt also neben den Sportfreunden Niederwenigern als zweiter Hattinger Verein einen Kunstrasen. Nach dem politischen Beschluss im Frühjahr könnte im Jahr 2012 der nächste gebaut werden. Erstzugriffsrecht haben der TuS Hattingen und die SG Welper. Verzichten beide, müssten sich Hedefspor und der Förderverein Kunstrasen Holthausen (TuS Blankenstein) einigen, wer als nächstes zum Zuge kommt. Der TuS hat aber schon signalisiert, dass er im kommenden Jahr einen Kunstrasen bauen möchte.

 
 

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