Kemnade stand in Flammen

Foto: Stefan Arend / WAZ Fotopool
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Foto: WAZ
Das Volksfest im Städte-Dreieck Bochum-Hattingen-Witten lockte viele tausend Besucher an das Ufer Oveney. Programm zwischen Wasserlaufen und Nostalgie.

Hattingen..  Buntes Treiben am Ufer Oveney: Auf der kleinen Flaniermeile am Kemnader See tummeln sich tausende Besucher. Sie genießen die Sonne, stöbern an den Ständen, kosten das kulinarische Angebot und lauschen der Live-Musik. Rund um die Bootshallen Gibraltar war über das Pfingst-Wochenende wieder das Volksfest Kemnade in Flammen angesagt.

Viele Besucher aus Hattingen, Bochum und Witten oder anderen Städten strömten zum Stausee. Einige von ihnen verbinden das Volksfest mit einer Runde Inlinerfahren oder mit einem Sparziergang. Andere schauen sich gezielt um.

Uwe Hölzken (48) aus Hattingen steht an einem Kicker. Gemeinsam mit seiner Tochter spielt er in einem Team, sie bedienen die roten Figuren. „Alles was schwarz oder gelb ist, packe ich nicht an“, sagt der Schalke-Fan lachend. Mit zehn zu neun gewinnen sie. „Meine Tochter war natürlich besser als ich“, schmunzelt er.

Feta Ademi (35) lässt sich ein paar Meter weiter mit seiner neun Monate alten Tochter Andueni in einem nostalgischen Outfit fotografieren. „Das ist ein Geschenk für meine Frau. Sie weiß gar nicht, dass ich mich gerade fotografieren lasse. Ich möchte sie damit überraschen“, verrät er. Er wirkt wie ein Präsident mit schwarzem Umhang und Zylinder.

In der Luft liegt das Aroma von gebrannten Mandeln, französischen Crêpes, holländischer Pommes und Elsässer Flammkuchen. An einer Bar im Brasilien-Stil gibt es frische Cocktails. Wer möchte, nimmt sich direkt einen passenden Strohhut mit, auf dem der Bar-Name „Bayao“ steht. So lässt sich auch das warme Wetter im passenden Outfit genießen. Auf den Wiesen am Ufer des Kemnader Sees sitzen die Besucher auf ihren Decken. Einige leihen sich bei der Gelegenheit ein Tretboot aus und schippern über den See. Im Hintergrund spielen Bands auf der Bühne vor den Bootshallen. Gerade ist die amerikanische Rock-Band Ohio Express an der Reihe. Mit lauten Gitarren heizen sie den Besuchern ein und versuchen immer wieder, sie durch Klatschen mit einzubeziehen. Die Musikauswahl ist gemischt, zuvor präsentierte sich etwa Restrepo mit Latin-Pop und passender Bühnenperformance.

Für die kleineren Gäste ist Spiel und Spaß angesagt. Hannah, sieben Jahre alt, springt auf einem Trampolin. Sie ist Turnerin und macht einen Rückwärtssalto nach dem anderen. „Zu Hause mache ich das auch. Nur vorwärts klappt das hier nicht“, sagt sie. Juliane (8) und ihre Schwester Lea (5) probieren sich beim Wasserlaufen. In aufgepumpten Plastik­bällen versuchen sie durch ein kleines Becken zu gehen. „Es ging so, ich bin ein paar Mal hingefallen. Aber es hat total Spaß gemacht“, sagt Juliane.

Nebenan dreht sich ein Riesenrad. Die einzelnen Gondeln drehen sich bei manueller Bedienung noch mal um die eigene Achse. Wer oben angelangt ist, hat einen schönen Ausblick über das gesamte Veranstaltungsgelände. Auf den vollen Parkplatz an der Oveneystraße drängen sich in der Ferne weitere Pkw. Auf der A43 vor der Ausfahrt Herbede haben die Fahrer dagegen freie Fahrbahn.

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