Informationstafel weist am Schee-Tunnel auf geologische Zusammenhänge hin

Auf geologische Besonderheiten rund um den Schee-Tunnel weist jetzt eine Informationstafel hin, die der Geo-Park Ruhrgebiet mit Hilfe von Stadtverwaltung und Lokaler Agenda 21 Sprockhövel aufgestellt hat. Im Dezember 2014 wurde der 722 Meter lange „Schee-Tunnel“ der früheren Bahnstrecke von Wuppertal-Wichlinghausen nach Hattingen für Radfahrer und Wanderer freigegeben.

Interessant ist der Tunnel aber nicht nur als Verbindung zwischen dem Radwegenetz des Ruhrgebiets und Wuppertal. Er stellt einen wichtigen geologischen Aufschluss dar, der Einblick in die im Meer entstandene Schichtenfolge des „Flözleeren Oberkarbons“ gibt, die sonst nirgends zusammenhängend zu studieren ist. Zwar ist das Tunnelgewölbe ausgemauert und mit einer Betonschale versehen, in den meisten der ehemaligen Sicherheitsnischen liegt jedoch der anstehende Fels frei.

Unweit östlich des Schee-Tunnels lag mit dem Schacht Hövel einer der westlichsten Grubenschächte des Ruhrgebietes, der die Steinkohle führenden Schichten erschlossen hat. Der Standort der Tafel befindet sich in Sprockhövel an der Überführung der Ex-Eisenbahnstrecke über die Straße „Kuxloher Weg“ südlich des früheren Bahnhofs „Schee“. Das Radwegnetz im Ruhrgebiet wächst. Die vielen Ex-Bahntrassen bieten sich geradezu an, darauf Rad- und Wanderwege anzulegen.

 
 

EURE FAVORITEN