Indian Summer statt Goldener Herbst

Las im Café Prütt: Cordula Conrady-Grumert.Foto:Manfred Sander
Las im Café Prütt: Cordula Conrady-Grumert.Foto:Manfred Sander
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Hattinger Autorenstammtisch las im Café Prütt - zu Ehren der Bürger-Bücherei in Welper

Hattingen..  „Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele“, schrieb der Philosoph und Schriftsteller Cicero. Wenn er damit Recht hat, dann ist der Stadtteil Welper dank der Bürger-Bücherei seit nunmehr fünf Jahren ein beseelterer Ort. Um das Bestehen der Bücherei zu feiern, finden über die zweite Jahreshälfte verteilt Aktionen und Veranstaltungen statt.

Am Freitag lud der Hattinger Autorenstammtisch zu seiner ersten Lesung von Lyrik und Kurzprosa zum Thema „Indian Summer“ ins Café Prütt ein. Nachdem alle Bestellungen der rund 15 Gäste, die das kleine Café schnell füllten, aufgegeben und abgearbeitet waren, verstummte allmählich das Klirren von Tassen und Tellern und es kehrte Ruhe ein. Die leisen Gespräche kreisten – natürlich – um den Lesestoff für den Winter. „Wenn die Abende wieder so lang sind, kann man sich auch schon mal an ein dickeres Werk heran wagen“, hört man einen Gast sagen, andere nicken. Auf diesen Moment hatten die fünf Autorinnen gewartet. Eveline Rabczynski, Begründerin des Stammtisches, stellt diesen zunächst vor. Nachdem Helga Haas drei kurze Gedichte über den Herbst vorgelesen hat, erfüllt Cordula Conrady-Grunert mit einer schaurigen Kurzgeschichte die Luft mit Spannung. Die Handlung steht dabei eher im Hintergrund, es sind die detailgetreuen Beschreibungen eines alten Hauses, die zum aufmerksamen Zuhören anregen. Das Gedicht „Zeuge der Zeit“ von Andrea Krieger regt zum Nachdenken an. Die Rache einer von ihrem Ehemann betrogenen Frau schildert Eveline Rabczynski in ihrer Erzählung. „Ist das makaber“, schallt es lachend aus dem Publikum, nachdem Rabczynski wortgewandt und kurzweilig beschrieben hat, wie die Habseligkeiten des Betrügers mutwillig durch seine rachsüchtige Gattin zerstört werden und sich am Schluss herausstellt, dass dieser zur selben Zeit einen Unfall erlitten haben muss.

Zurzeit schreiben die Frauen, die häufig autobiografische Erfahrungen in ihre Texte einfließen lassen, an einem gemeinsamen Krimi.

 
 

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