Immer weniger Betriebe bilden aus

Navid Moshgbar
Foto: Walter Fischer
Dabei ist die Zahl der Firmen mit Ausbildungsgenehmigung gestiegen.

Hattingen.  Der Deutsche Gewerkschaftsbund beklagt, dass zu wenige Unternehmen ausbilden. Die Zahl der Betriebe mit Auszubildenden sei bundesweit auf ein Fünftel zurückgegangen. Zwischen 23 und 20 Prozent liege die Zahl vor Ort, sagt Jochen Marquardt von der DGB-Region Ruhr-Mark. Das bestätigt die Agentur für Arbeit in Hagen. 2009 habe noch ein Viertel der Unternehmen ausgebildet, jetzt sei es ein Fünftel.

Allerdings: Nicht alle Betriebe dürfen ausbilden. Bei kleinen Unternehmen hätten bis zu 50 Prozent, bei Großbetrieben bis zu 90 Prozent der Firmen eine Ausbildungsgenehmigung, so Ulrich Brauer von der Agentur für Arbeit.

Für die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat die jüngste Entwicklung allerdings auch etwas Erfreuliches: Nach einem leichten Rückgang von 150 im Jahr 2012 auf 145 Ausbildungsbetriebe im Jahr 2013 sei nun ein leichter Anstieg auf 156 Ausbildungsbetriebe im Jahr 2014 zu verzeichnen.

Die Ausbildungssituation bliebe dennoch angespannt: Der demografische Wandel erfordere noch viel mehr Engagement von den Betrieben, so Jörg A. Linden von der IHK Mittleres Ruhrgebiet. Nur wenn man jetzt mehr ausbilden würde, könne man auch künftig qualifiziertes Personal einstellen.