Holthauser Schüler unterstützen die Polizei

Anna Bartels
Foto: Fischer / Funke Foto Services
Der Kirchplatz ist zum Abschluss des Altstadtfestes noch einmal gut gefüllt. Das Publikum lässt sich mitreißen. Zur zeitgleichen Travestieshow im Krämersdorf zieht es dagegen nur wenige.

Hattingen.  Mit einem vielseitigen Auftritt des Landespolizeiorchesters NRW in Kooperation mit Schülern des Gymnasiums Holthausen und der Musikschule endete am Sonntagabend das Altstadtfest.

Auf dem Kirchplatz spielte die Big Band des Landespolizeiorchesters gemeinsam mit der Big Concert Band des Gymnasiums Holthausen. Unter der Leitung von Hans Steinmeier vereinten sich die Mitglieder beider Bands zu einem klangvollen Orchester, das viele Besucher auf den Platz zog. Besonders begeisterte Sängerin Daria von der Big Concert Band mit ihrer Stimme bei Liedern wie „Skyfall“. „Wir sind nicht gezielt hierhergekommen, haben aber die gute Musik und den Gesang gehört und wollten dann mal vorbeischauen“, erklärte Christa Schmidt (62), die mit ihrem Ehemann zu „We Are The Champions“ von Queen mitwippte.

Die Kooperation des Landespolizeiorchesters NRW mit den Hattinger Schülern entstand aus der langen Freundschaft von Musikschulleiter Peter Brand (53) und dem Dirigenten des Polizeiorchesters NRW, Hans Steinmeier. „Ich wusste von Hans, dass das Landespolizeiorchester auch Workshops mit Jugendlichen macht – als Prävention und um eine Brücke zwischen Jugendlichen und der Polizei auf vertraulicher Basis zu schaffen“, erklärte Brand. „Die Big Concert Band des Gymnasiums mit Schülern der Musikschule Hattingen spielt zwar jede Woche gemeinsam, aber mit dem Polizeiorchester gab es vorher noch keine Proben“, berichtete er. Das war dem Orchester aber in keiner Weise anzumerken, der Kirchplatz füllte sich mit jeder Minute mehr mit Zuhörern, die klatschten und sich mitreißen ließen.

Auch viele jüngere Besucher ließen sich blicken; sie standen in Gruppen beieinander. „Wir gehen fast jedes Jahr aufs Altstadtfest, weil die Stimmung so gut ist und man viele Freunde und Bekannte trifft“, erzählte Carolin (25), die mit ihren Freundinnen unterwegs war. „Dieses Jahr waren wir auch schon am Bunker, Captain Disko hat uns zum Beispiel gut gefallen.“

Auf der Bühne am Krämersdorf sangen unterdessen Chantal Amado (23) und Liam Cartar (22) für ein kleineres Publikum. Der Beginn der hier geplanten Travestieshow verzögerte sich etwas, aber trotzdem schunkelten die etwa 30 Zuhörer bei Liedern von Wolfgang Petry oder „Summer Of ’69“ schon fleißig mit. „Hier im Krämersdorf ist sonntags beim Altstadtfest immer sehr früh Schluss und warum eine Bühne ungenutzt stehen lassen“, meinte Chantal Amado. „Wir wollen zeigen, dass das Krämersdorf lebt“, sagte sie noch, ehe drei Travestiekünstler in schillernd bunten Kleidern die Bühne betraten. „Es ist mal etwas anderes“, hörte man von zufällig vorbeikommenden Passanten. Die waren aber selten zu sehen. Es schienen eher Stammgäste den Weg ins Krämersdorf gefunden zu haben.

Aber während hier noch gemeinsam geschunkelt wurde, hatte sich der Kirchplatz langsam geleert, was die Stimmung der Zuhörer aber nicht trübte. Denn die niederländische Sängerin Bo Shannon und ihr Gesangspartner Joe Doll begeisterten zum Abschluss des diesjährigen Altstadtfestes noch einmal mit ihren ausdrucksstarken Stimmen und moderneren Liedern wie „Uptown Funk“. „Ich bin positiv überrascht, unter Polizeiorchester hätte ich mir etwas anderes vorgestellt und auch gemeinsam mit den Schülern wirkte es echt professionell“, fasste Thomas Merste (47) den Abend zusammen.