Himmlischer Abend in der St.-Josef-Kirche

Foto: Volker Speckenwirth
  • Besinnliche Atmosphäre bei der Weihnachtsgala „Merry Christmas 2016“
  • Ein klangvoller, ausfüllender Abend mit prachtvoller Illumination
  • Stimmgewaltig präsentierte sich der Chor bei Händels „Tochter Zion“

Hattingen..  Nach einem so grandiosen Konzert einfach nach Hause gehen? Von wegen. Stefan Lex und sein Vokalensemble Der Chor ließen die Besucher am Sonntag in der Katholischen Kirche St. Josef Welper nicht einfach so nach Hause gehen. Das begeisterte Publikum applaudierte, bis es Zugaben gab. Himmlische Atmosphäre bei der Weihnachtsgala „Merry Christmas 2016“.

Das Publikum kannte Ausnahme-Musiker Stefan Lex samt Chor offensichtlich. Circa 250 adventlich gestimmte Zuhörer waren in der Kirche versammelt, um das Konzert am Sonntagnachmittag zu genießen – sie kamen voll auf ihre Kosten.

Zum satten Gesang des Chores begeisterten Christiane Linke (Sopran), der Chef Stefan Lex (Tenor) und immer wieder Dirigent, Sigrid Althoff (Klavier), Alexandra Althoff (Violoncello), Darius Preuß (Violine) und Leander Bott (Orgel). Ein klangvoller, ausfüllender Abend mit prachtvoller Illumination in der 1929 erbauten Kirche. Manchmal ist der vordere Teil in eis-blaues Licht getaucht. Ein anderes Mal erstrahlt die Architektur in rosa und blauen Tönen, dann wieder wirkt das Licht wie eine satt-rote untergehende Abendsonne. Aber nie kitschig. Die Stimmen sind überragend, die Musiker allesamt Extraklasse. Eine große musikalische Familie, die Stefan Lex da mitgebracht hat. Eine kleine allerdings auch. Sigrid Althoff am Klavier ist seine Frau, Alexandra Althoff seine Tochter. Die 13-jährige Cellistin hat in diesem Jahr den Regionalwettbewerb in Dortmund und den Landeswettbewerb in Detmold mit der Höchstpunktzahl von 25 gewonnen.

Beim Bundeswettbewerb, bei dem die Sieger der Bundesländer aufeinander treffen, erreichte das musikalische Talent einen hervorragenden zweiten Platz. Im März bestand sie die Aufnahmeprüfung für Hochbegabte an der Musikhochschule in Düsseldorf. Sie spielte „Prayer“ von E. Bloch, nur begleitet von ihrer Mutter am Klavier.

Ein weiterer sehr junger Ausnahmemusiker, Darius Preuß, gab eine Kostprobe seines Könnens. Mit vier Jahren hat er mit dem Geige spielen angefangen, jetzt steht er bereits als Geigenvirtuose auf der Bühne.

Stimmgewaltig präsentierte sich der Chor bei Händels „Tochter Zion“, leise und einfühlsam bei „Heidschi bum beidschi“, einem Volkslied aus Salzburg. Wer seine Stimme nicht mehr zurückhalten konnte, durfte beim Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ mitschmettern. Es war tatsächlich ein himmlischer Abend.

 
 

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