Hilfe-Welle für verletzten Kater

Dieser wilde Kater musste dringend operiert werden.
Dieser wilde Kater musste dringend operiert werden.
Viele Leser meldeten sich bei Dorothea Keuter, die die OP-Kosten für die wilde Katze selbst bezahlen musste.

Hattingen..  Einem verletzten Kater rettete Dorothea Keuter das Leben, indem sie ihn zum Tierarzt brachte. Die Kosten für die Operation – 1400 Euro – soll sie selbst bezahlen, weil kein Besitzer gefunden wurde (wir berichteten vorigen Samstag). Die Geschichte sorgte bei den Lesern der Hattinger Zeitung für eine Welle der Unterstützung. Viele halfen der 38-Jährigen mit Spenden, andere mit aufmunternden Worten.

„Ich möchte mich ganz herzlich – natürlich auch im Namen des Katers – bei allen Spendern bedanken. Es ist schön, zu wissen, dass es doch noch Menschen gibt, denen ein krankes Tier nicht egal ist, und die interessiert am Schicksal teilgenommen haben. Dies zeigt mir, dass es sich lohnt, sich einzusetzen.“

Sie bereut ihre gute Tat auf keinen Fall. Allerdings bemängelt sie, dass es keine Regelung für solche Fälle gibt: „Wünschenswert wäre, wenn für die Behandlung oder Versorgung herrenloser Haustiere ein gewisses Budget bei Städten und Gemeinden vorgesehen wäre und diesbezüglich eine eindeutige, gesetzliche Regelung eingeführt wird.“ Damit verletzten wilden Tieren auch in Zukunft geholfen werden kann.

„Viele ältere Damen riefen bei mir an und sagen, wie schön sie es finden, dass ich dem Kater geholfen habe“, so Keuter. Allerdings gibt es auch negative Kommentare.

Empört über solche Aussagen ist Rudi Pohlenz (56) aus Vlotho, der übers Internet auf die Geschichte aufmerksam wurde. Er hat selbst zwei Katzen und einen Hund und könnte niemals wegschauen, wenn ein Tier verletzt ist. „Da ist es unsere Pflicht zu helfen, denn Tiere können schließlich nicht selbst zum Arzt gehen. Wenn man Tiere leiden sieht, sind die Kosten für den Tierarzt erst einmal zweitrangig.“

Daher ruft er die Menschen weiter zum Spenden für Dorothea Keuter auf, damit sie nicht auf Kosten für die Operation des Katers sitzen bleibt. Sie sagt schon jetzt: „Ein geringer Teil der Operations- und Pflegekosten wurde vom Katzenschutzbund, dem Tierheim und privat von Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch übernommen.“

 
 

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