Hilfe für indische Kinder

Das Team vom Evangelischen Krankenhaus Hattingen mit indischen Kollegen in der Stadt Jalna.
Das Team vom Evangelischen Krankenhaus Hattingen mit indischen Kollegen in der Stadt Jalna.
Foto: WAZ
Hattinger Ärzte operieren ehrenamtlich in der zentralindischen Stadt Jalna. Das Team vom Evangelischen Krankenhaus hilft so Kindern mit Verbrennungen, Missbildungen der Hände und Füße sowie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten.

Hattingen..  Seit 2003 reist ein Team um die Ärzte Dr. Jihan Mohasseb (Chefärztin der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie am Evangelischen Krankenhaus) und Dr. Gerhard Schlosser (Chefarzt der Anästhesie am EvK) regelmäßig in die zentralindische Stadt Jalna. Hier operiert das Team Kinder mit Verbrennungen, Missbildungen der Hände und Füße sowie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten.

Der Einsatz der Helfer, zu denen zwei OP-, eine Änästhesieschwester bzw. -pfleger sowie ein Plastischer Chirurg, eine Handchirurgin, ein Dermatologe und ein weiterer Anästhesist zählen, erfolgt ehrenamtlich. Für das „Jalna-Projekt“ opfert das Team einen Teil seines Jahresurlaubes und operiert während seines zweiwöchigen Aufenthalts manchmal bis zu 15 Kinder pro Tag.

In diesem Jahr wurden an 100 Patienten 120 Eingriffe vorgenommen, der OP-Tag dauert dabei nicht selten bis zu 14 Stunden. Dr. Jihan Mohasseb meint: „Auch wenn die Arbeit sehr anstrengend ist, überwiegt am Ende die Freude. Denn die Dankbarkeit und Herzlichkeit, die uns von den Patienten entgegengebracht wird, ist einfach unbeschreiblich.“

Nicht nur die Betreuung während des Aufenthalts wurde in den letzen Jahren kontinuierlich verbessert. So werden die Spalt-Kinder in diesem Jahr erstmals auch nach ihren Operationen in Jalna weiter behandelt. Eine Logopädin und ein Kieferorthopäde, beide mit Praxen vor Ort, kümmern sich während des Jahres nicht nur um die in diesem, sondern auch um die in den letzten beiden Jahren operierten Kinder. „Wir wollen damit eine ganzheitliche Behandlung der Kinder gewährleisten“, erklärt Dr. Mohasseb und ergänzt: „Ich stehe in regelmäßigem Kontakt mit den beiden, dann besprechen wir, wie sich das jeweilige Kind entwickelt.“ Beide Stellen werden über das „Jalna-Projekt“ finanziert.

 
 

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