Heimatverein buddelt in Privatem

Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins.
Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins.
Foto: Manfred Sander
  • Planungen für Ausstellungen bis zum Jahr 2021 laufen bereits
  • 2017 kommt erst einmal „Neue alte Herzensdinge – Sammler zeigen ihre schönsten Schätze“
  • Private Sammlungen aus Hattingen und dem EN-Kreis werden gesucht

Hattingen..  Der Heimatverein plant die Zukunft: Bereits bis zum Jahr 2021 sind die Ausstellungen im Bügeleisenhaus thematisch festgelegt, lediglich die Inhalte müssen noch zusammengestellt werden – und deshalb sucht der Vorsitzende Lars Friedrich zurzeit private Samm­lungen aus Hattingen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis, die in der 2017er-Ausstellung „Neue alte Herzensdinge – Sammler zeigen ihre schönsten Schätze“ vorgestellt werden sollen.

„Diese Sammlerschätze dokumentieren Begeisterung und Leidenschaft“, so Lars Friedrich. Und er verrät, dass er schon einige Rückmeldungen bekommen hat. Zum Beispiel von einem Sammler von Vereinsnadeln aus dem Kreis. Auch Poesiealben werden in der Ausstellung ab dem 29. April 2017 zu sehen sein. Und ein Naschi-Sammler hat sich jetzt gemeldet.

Sie fragen sich jetzt: Naschis?

Erklärung: „Naschi ist die Abkürzung für Nachtschicht“, sagt Lars Friedrich. „Und Naschis sind die Dinge, die die Dreher früher in unbeobachteten Momenten währen der Nacht für ihre Familie hergestellt haben.“

Ein Sammler aus Witten hat Plastiktüten angeboten, einer aus Hattingen Kaffeekannen.

„Jede Sammlung ist eine Welt für sich, die wir gerne holen.“ Friedrich hat als Ziel ausgegeben, dass aus jeder Kreisstadt mindestens ein Sammler vertreten sein soll. Die Schirmherrschaft hat Landrat Olaf Schade übernommen.

Aktuell ist noch die Ausstellung „Fachwerk1611: Bauen, Leben, Schützen“ im Bügeleisenhaus zu sehen. 1336 Besucher haben bis zum Freitag den Weg in Hattingens wohl bekanntestes Fachwerkhaus gefunden, um sich über um Bauen und Sanieren und das Leben im Fachwerkhaus zu informieren. „Wir merken zurzeit aber schon, dass vor unserer Haustür die große Baustelle ist“, sagt Lars Friedrich. Die Stadt gestaltet den Platz vor dem Bügeleisenhaus neu und will bis zum Weihnachtsmarkt fertig sein. „Und die Ausstellung ist ja noch bis zum zweiten Adventssonntag am 4. Dezember geöffnet“, so Friedrich. Samstags und sonntags, jeweils von 15 bis 18 Uhr.

Im kommenden Jahr dreht sich neben den erwähnten Privat-Sammlungen dann alles um die Buddel-AG, die vor 50 Jahren gegründet wurde, und im November 2017 auch um Martin Luther.

Schau zur Wirtschaftsgeschichte

Im Jahr 2018 heißt es dann „Made in Hattingen – Waren aus der Heimat“. Lars Friedrich dazu: „Wir werden zwar keine Rolltreppe ins Bügeleisenhaus bekommen, aber wir wollen zeigen, was hier so alles hergestellt wurde und wird.“ Nie zuvor hat es eine Ausstellung zur Wirtschaftsgeschichte Hattingens gegeben.

2020 steht Hattingen als Hansestadt im Mittelpunkt; 2021 dann 625 Jahre Stadtbefestigung und das 100-Jährige des Heimatvereins.

 
 

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