Heggerstraße wird Zone für kostenloses Internet

Foto: Fischer
  • Sparkasse unterstützt Freifunk-Initiative
  • Auch in den Stadtteilen wird das kostenlose Netz ausgebaut
  • Zeitgleich schon bis zu 600 Nutzer online

Hattingen..  Ein kostenloser Internet-Zugang auf der gesamten Heggerstraße. Dieses Ziel hat sich die Freifunk-Initiative in Hattingen gesetzt. 193 Router funken bereits im Stadtgebiet. Bis zu einem flächenendeckenden Angebot ist es aber noch ein weiter Weg. Jetzt erhält die initiative aber neue Unterstützung auf ihrem Weg. Auch in den Stadtteilen wird das Netz ausgebaut.

Die Sparkasse geht im Freifunk-Netz auf Sendung und stellt an der Hauptstelle, der Geschäftsstelle in Welper und am Reschop einen Anschluss zur Verfügung. Freifunk ist ein öffentliches und kostenfreies W-Lan-Netz, das jeder in Reichweite zum Surfen im Internet nutzen kann. Dabei gilt die Formel: Je mehr Menschen ihren Anschluss Freifunk zur Verfügung stellen, desto engmaschiger wird das Netz. Und die Zahl der Anbieter wächst. Weitere Unterstützer will das Stadtmarketing gewinnen, vor allem an der Heggerstraße.

„Wir stellen 30 Freifunk-Router zur Verfügung, damit das Netzwerk weiter wachsen kann“, sagt Geschäftsführer Georg Hartmann. Interessenten, die einen solchen Router bei sich aufstellen wollen, wird er kostenlos zur Verfügung gestellt. „Wir helfen auch dabei, das Gerät richtig einzurichten“, ergänzt Benthaus. Die Idee, Freifunk-Router kostenlos zur Verfügung zu stellen, ist dabei nicht neu. „Aber wir haben das Angebot noch einmal aufgestockt, von anfänglich 20 auf insgesamt 50 Router.“

Doch auch, wer keines der kostenlosen Geräte bekommt, kann das Netzwerk recht kostengünstig unterstützen. Der kleinste Freifunk-Router liegt bei etwa 20 Euro. „Im Unterhalt kosten er etwa vier Euro jährlich“, sagt Benthaus. Die Geräte funktionieren auch als Signalverstärker, müssen also nicht zwingend an das Internet angeschlossen sein.

Das Angebot werde schon jetzt rege genutzt. „Zu den Stoßzeiten registrieren wir bis zu 600 Freifunk-Nutzer, die gleichzeitig im Netz sind“, erklärt Benthaus.

Flächendeckend wird die Abdeckung des kostenlosen Internetangebots aber wohl nie sein. Die lückenlos an das Freifunk-Netz angeschlossene Stadt bleibt ein Gedankenspiel. Hartmann: „Unser Ziel ist es, gut frequentierte Plätze abzudecken, und wir wollen den Ausbau spiralförmig vom Alten Rathaus aus vorantreiben.“

Das klappt mal gut – und mal weniger gut. „Probleme bereitet uns der Busbahnhof“, sagt Benthaus. Bisher hat die Initiative dort keine Unterstützer gefunden. In Niederwenigern treibe ein Freifunk-Mitglied den Ausbau voran. Auch in Welper wird das Netz engmaschiger. „Sogar in Blankenstein geht es voran.“ In Holthausen und im Rauendahl brauche es dagegen noch weitere Unterstützer.

 

EURE FAVORITEN