Hattinger Skatepark soll attraktiver werden

Andi Wolf, Denis Ehrlich und Christian Feißel wollen den Skatepark erweitern und haben dazu einen Plan.Foto:Fischer
Andi Wolf, Denis Ehrlich und Christian Feißel wollen den Skatepark erweitern und haben dazu einen Plan.Foto:Fischer
Foto: Fischer / Funke Foto Services
„Rollkultur“ plant etappenweise Erweiterung des Angebots für Freizeitsportler. Viel Kreativität bei Spendengenerierung seitens der Skater.

Hattingen..  Alles soll etwas „runder“ werden: Sechs verschiedene Hindernisse, im Fachjargon „Obstacles“ genannt, hat der Skatepark an der Ruhr Freizeitsportlern zu bieten. Diese wollen die Mitglieder des Vereins „Rollkultur“ nun in einer langfristigen Baumaßnahme verbessern und renovieren, aber auch neue Hindernisse sollen den Park komplettieren. „Dass der Park auf lange Sicht erweitert werden soll, war bereits bei seinem Bau im Jahre 2006 durch Freiflächen so vorgesehen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der „Rollkultur“ Andi Wolf.

In drei Abschnitten soll sich die Erweiterung des Angebots vollziehen. „Im ersten Bauabschnitt werden kleinere Erneuerungen vorgenommen und beispielsweise eine Handrail, eine Art Geländer, gebaut.“ Gutachten und weitere Bewilligungen für die Realisierung aller Baumaßnahmen seien eingeholt. Die Kosten von etwa 1400 Euro für Material und Arbeitskräfte könne die „Rollkultur“ durch Spenden bereits abdecken. Die Maßnahme ist fürs Jahresende geplant. Die anderen beiden Bauabschnitte sind weitaus kostenintensiver, bis zu 10 000 Euro für die zweite beziehungsweise bis zu 30 000 Euro für die dritte Erweiterung seien veranschlagt.

Man wolle den Park mit verschiedenen Rampen etwas runder machen, um so zu gewährleisten, dass die Sportler durch die Anlage fahren können, ohne ständig Anschwung nehmen zu müssen. Viele Skateparks in der Umgebung wären besser ausgestattet, verfügten beispielsweise über Half-Pipes. Die Gefahr sei groß, dass Kinder und Jugendliche zum Skaten in umliegende Städte fahren. Noch sei der Park aber bei guten Wetter sehr gut besucht.

Um Spenden für ihren Park zu generieren, sind die Skater sehr kreativ. Der Einnahmen ihres ersten Indoor-Mini-Ramp-Contests, den sie vor kurzem im Haus der Jugend veranstalteten, gingen in die Finanzierung. Zudem würden die Mitglieder in einer Art „Online-Flohmarkt“ auf Facebook Skatezubehör und Kleidung, die sie nicht mehr brauchen, zu Gunsten des Spendenkontos verkaufen. Im Mai sei dann in Kooperation mit dem Kick ein Skate-Contest geplant. Wolf: „Klingt vielleicht zunächst etwas ungewöhnlich, aber die Senioren des Kick haben großes Interesse daran, uns zu helfen, und stellen daher mit uns den Contest auf die Beine.“ Dabei handelt es sich um keinen Skate-Wettbewerb im klassischen Sinne, zu den etwas ungewöhnlicheren Disziplinen gehöre neben einem Wettfahren um den Park unter anderem auch das „Bierkastenweitrutschen“.

„Von einer Erweiterung profitieren ja nicht nur wir als Skater, sondern auch andere Sportler, die den Park nutzen wie Inliner, Biker, MTBer, Longboarder und Scooterfahrer“, so Wolf.

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