Hattinger Schnadegang 2015 auf bewährten Wegen

Bei der ersten Etappe des Schnadegangs zog sich im vergangenen Jahr ein langer Lindwurm aus Wanderern über die Strecke.
Bei der ersten Etappe des Schnadegangs zog sich im vergangenen Jahr ein langer Lindwurm aus Wanderern über die Strecke.
Foto: FotoPool
In fünf Etappen geht es entlang der Stadtgrenze wieder rund um Hattingen. Teil eins der Tour startet am 12. April am Bügeleisenhaus und führt nach Niederwenigern.

Hattingen..  Nach einem „sehr positiven Fazit“ für das vergangene Jahr geht der Schnadegang 2015 in die zweite Runde. Dabei bleiben die Veranstalter – Heimatverein und Sauerländischer Gebirgsverein – nicht nur der Route des Jahres 2014 treu; der insgesamt 60 Kilometer lange Wanderweg wird auch wieder in fünf Etappen bestritten. Der Verlauf habe sich bewährt, heißt es. „Insgesamt machten zuletzt 518 Wanderer mit“, freut sich Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins. Er war maßgeblich an der Entstehung des Schnadeganges beteiligt. Wanderungen dieser Art seien im Märkischen-Kreis alltäglich, in dem er einige Jahre arbeitete.

Der Schnadegang ist ein altwestfälisches Brauchtum, bei dem jährlich die Grenzen von Ortschaften kontrolliert wurden, um Streitigkeiten durch Grenzverschiebungen zu verhindern. Aus dieser mittelalterliche Tradition entstanden dann vielerorts große Volksfeste. Friedrich: „Ich dachte mir, warum sollte man so etwas nicht auch in Hattingen machen können. Und da ich kein großer Wanderer bin, holte ich mir durch Meinolf Gaupp Hilfe. Der Wanderwart des SGV leitet alle Wanderungen.“ Der Schnadegang verläuft immer entlang der Stadtgrenze. Lediglich das Stück zwischen Blankenstein und Innenstadt wird nicht bewandert, da es nicht so attraktiv wie die anderen Strecken sei. Alle fünf Etappen hingegen böten mindestens einen Höhepunkt.

In der ersten Etappe, die die Teilnehmer am Sonntag, 12. April, um 10.15 Uhr am Bügeleisenhaus in Richtung Niederwenigern unter die Füße nehmen, ist dies das Gelände der Zeche „Friedlicher Nachbar“.

Etappe zwei führt am Sonntag, 31. Mai, zur Isenburg, Teil drei am Sonntag, 14. Juni, in die Naturwelt des Felderbachtals. Die vierte Wanderung am Sonntag, 19. Juli, verläuft durch die geschichtsträchtige Fahrentrappe.

Auf der letzten Etappe am Sonntag, 16. August, ist dann das Ziel das Glanzlicht: Blankenstein mit seinem Marktplatz und dem Gethmannschen Garten.

Zusätzlich zum fünfteiligen Schnadegang veranstaltet der SGV gemeinsam mit dem Kultur-Förder-Kreis Niederwenigern am 23. Mai erstmals den „Niederwenigern-Dumberger Schnadegang“.

Für das Jahr 2016 haben sich die Veranstalter dann noch etwas ganz Neues ausgedacht: Dann soll es in Form einer Halbtageswanderung und einer kürzeren Route enger um den Stadtkern Hattingens gehen.

Das Mitmachen ist kostenlos und richtet sich an alle Interessierten jeder Altersklasse. Ob Einzelpersonen oder Gruppen, jeder ist willkommen. 2014 war sogar eine Familie mit Kinderwagen dabei.

 
 

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