Hattinger Kinder stellen ihren Mut unter Beweis

Foto: Funke Foto Services
Beim Kinderferienspaß geht es in die Boulderhalle zum Klettern, auf eine Nachtwanderung und auf die Erlebnistour durch die Kluterthöhle.

Hattingen..  Mut und Abenteuer – das ist das Motto des Kinderferienspaß-Projekts von Montag bis Mittwoch. Unter der Leitung von Svenja Stirnberg und Annekathrin Wittkopp überwinden 25 Kinder ihre Ängste und überschreiten ihre eigenen Grenzen. „Ich mache gerade mein Anerkennungsjahr und durfte mir ein ganz eigenes Projekt ausdenken“, sagt Wittkopp, „Viele unserer Projekte sind für jüngere Kinder, daher wollte ich auch mal etwas für die Älteren zwischen zehn und 14 Jahren anbieten.“

Die erste Station am Montagvormittag ist die Boulderhalle in Hattingen. Da hat sich der Betreiber Marcel Zarth einiges für die Kinder ausgedacht: „Die Teilnehmer können die Wände hoch- und hinunterklettern, ich erkläre das System des Routen Boulderns und habe einen Hindernisparkour aufgebaut.“ Fürs Routen Boulden gibt es an den Kletterwänden bunten Griffe, die mit kleinen Schildern versehen sind. Darauf steht, welchen Schwierigkeitsgrad der Weg hat. Vom Einsteigerparcours über einen mittleren bis hin zum epischen Parcours ist alles dabei. Jonas Schilling ist einen mittelschweren Weg geklettert und hängt am Ende nur noch mit den Fingern an einem Griff, die Beine baumeln in der Luft. „Ich mache mit, weil Sport genau mein Ding ist und das Klettern mir riesigen Spaß macht“, sagt er.

Doch zu Beginn der Kletterpartie gibt es noch ein paar wichtige Regeln: Immer genug Abstand zum nächsten Kletterer halten. Und: Wer in der Wand ist, ist im Recht. Mit einer 40 Zentimeter dicken Matte am Boden kann nichts schief gehen.

Um die Hände zu entspannen, gibt es zwischendurch ein paar Spiele, bei denen man nicht klettern muss.

Nach dem sportlichen Teil wartet am Montagabend noch ein Dinner im Dunkeln auf die Kinder. „Wir dunkeln einen Raum bei uns im Treff komplett ab und versuchen, dass die Kinder vorher nicht sehen, was es zu essen gibt – das müssen sie dann erraten“, sagt Wittkopp mit einem Lächeln.

Für den zweiten Tag hat sich die Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine Übernachtung im Zelt. Auf dem Gelände des Kanuclubs Bochum können die Kinder ihre Zelte aufbauen und spielen. Es wird gegrillt. Wenn es dunkel wird, wollen Wittkopp und Stirnberg mit den Kindern eine Nachtwanderung machen. Das schlechte Wetter macht den Ferienspaßkindern nichts aus. „Ich habe vorhin im Bus nachgefragt, ob wir auch bei schlechtem Wetter zelten, und da haben alle nur laut Ja gerufen“, sagt Wittkopp.

„Die Kinder meinten, dass es sich so schön anhört, wenn der Regen auf das Zeltdach prasselt, da wird es im dicken Schlafsack erst so richtig kuschelig.“ Am Mittwoch endet das Projekt mit einer Erlebnistour durch die Kluterthöhle in Ennepetal.

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