Hattinger Benefiz-Regatta bringt 30 000 Euro

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1500 Besucher und 74 Teams machen „Rudern gegen Krebs“ zum Erfolg. Stiftungsvorstand sagt schon jetzt eine Wiederholung der Aktion zu.

Hattingen..  Trotz Dauerregens war Hattingens erste Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs" ein großer Erfolg. Alle 74 Teams waren angetreten und auch gut 1500 Besucher kamen an die Ruhr. An das Projekt „Augusta bewegt“, das Krebskranke begleiten wird, fließen nach Abzug der Kosten mindestens knapp 30 000 Euro. Und schon jetzt sagte der Vorstand der Stiftung „Leben mit Krebs“ zu, die Regatta im nächsten oder übernächsten Jahr in Hattingen wiederholen zu wollen.

In fünf Wettbewerbsklassen waren die Ruderer angetreten und am Ende strahlten vier Hattinger Gewinnerteams (siehe Infokasten). Schlechtes Wetter konnte hier niemanden beeindrucken: „Wir betreiben unseren Sport in der Natur“, sagt einer. „Da gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.“ Auch am Ufer war die Stimmung war hervorragend.

„Ich habe heute morgen mehr als ein Dutzend E-Mails bekommen“, sagt Cheforganisator Mario Kleist am Tag nach der Regatta. „Die waren alle positiv. Keiner hat gemeckert.“ Selbst von den Sponsoren, die besonders unter dem Regen litten, sei keiner verärgert gewesen. „Es geht allen um die Sache.“

Kleist war gleichermaßen zufrieden und erstaunt, dass kein einziges Team aufgrund des Wetters abgesagt hatte. „Die Parkplätze waren alle randvoll.“ Es waren offenkundig nicht nur Angehöre und Freunde, sondern auch eine ganze Reihe Interessierte gekommen. Das bestätigt auch Alexandra Plewka vom Onkologischen Zentrum Augusta. „Wir hatten einige Patienten eingeladen“, freute sie sich, „und die sind alle gekommen.“

Zwar mussten sich einige der Aktiven mit Alu-Decken wärmen, aber alle haben eisern ihre Pflichtläufe erledigt. Andere waren extrem abgehärtet: Die DLRG-Helfer Cara von Rhein, Jörg Schütte, Julian aus der Wischen und Fabian Weingarten standen abwechselnd knietief mitten in der Ruhr, um die Sandbank für die Ruderer zu markieren.

Einen Riesendank schickt Cheforganisator Kleist an die zahllosen Helfer: „Sie alle waren im Dauereinsatz.“ Der Technische Dienst des EvK und alle anderen Helfer hatten nach der Siegehrehrung noch bis 21.30 Uhr alle Hände voll zu tun mit dem Abbau.

Die finale Abrechnung mit dem Veranstalter, der Stiftung „Leben mit Krebs“, wird spätestens drei Monate nach der Regatta erfolgen. Die Hoffnung, diese Regatta auch bei Sonnenschein zu erleben, befeuerte Augusta-Geschäftsführer Ulrich Froese: „Wir werden diesen tollen Event ganz sicher wiederholen.“

Die Sieger wurden übrigens eingeladen, kostenlos an der Regatta des Steeler Rudervereins teilzunehmen. Ob jemand die Herausforderung annehmen wird, blieb am Abend allerdings offen.

 
 

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