Hattingen ist fahrradfreundlich

Auch nach der Zufriedenheit mit den Stellplätzen für Räder wird beim Fahrradklima-Test gefragt.
Auch nach der Zufriedenheit mit den Stellplätzen für Räder wird beim Fahrradklima-Test gefragt.
Foto: WAZ FotoPool
Beim Fahrradklima-Test können Hattinger ihre Stadt bewerten und auf Wünsche sowie Ärgernisse aufmerksam machen. Noch Teilnehmer an der Umfrage gesucht. Mit wenigen Clicks können die Fragen beantwortet werden. Bislang beteiligten sich 28 Radfahrer. 50 müssen mindestens mitmachen.

Hattingen.  Ist Hattingen fahrradfreundlich? Diese Frage können alle beantworten, die ihre Wege in der Stadt mit dem Rad zurücklegen – im Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Kooperation mit dem Bundesverkehrsministerium.

50 Antworten auf die Online-Umfrage müssen bis zum 30. November vorliegen damit die Statistik für Hattingen ausgewertet wird. 27 Fragen müssen dazu per Mausklick beantwortet werden – z.B. zur Verkehrssituation der Radwege, zu Ampelschaltungen, zum Schutz vor Diebstählen an Fahrradständern, zur Mitnahme der Fahrräder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch Wünsche oder Ärgernisse können eingetragen werden.

In Hattingen haben erst 28 Fahrradfahrer an der Umfrage teilgenommen. Im Vergleich zu den Nachbarstädten Bochum (152) oder Essen (168), die mit ihrer Beteiligung Vorreiter sind, ist diese Zahl relativ niedrig. „Bislang haben wir in der Stadt noch nicht genug Werbung gemacht“, so Robert Dedden, Ansprechpartner des ADFC für Hattingen. Das soll sich jetzt ändern – Plakate und Flyer sind bestellt und sollen Bürger in den kommenden vier Wochen auf die Umfrage aufmerksam machen.

„Die Bedeutung des Radfahrens hat zugenommen, da Fahrräder immer häufiger als alternative Verkehrsmitteln zu Autos oder Bussen und Zügen genutzt werden“, weiß Dedden. Als Gründe dafür nennt er steigende Kosten für Bezin oder Bus-Tickets und Zeitfresser wie Staus oder Streiks. Mit Hilfe der Umfrage soll die Stadt das Radverkehrskonzept weiterentwickeln.

„Meiner Meinung nach sind die Radwege sehr gut ausgebaut, was optimal für mich ist, da ich täglich mit dem Fahrrad unterwegs bin“, sagt Edgar Vogt. Auch die Ampelschaltungen würden gut funktionieren. „An zentralen Stellen gibt es auch genug Fahrradständer, an denen man das Rad abschließen kann“, so Lisa Sieg. So etwa in der Innenstadt vor dem Reschop Carré oder dem Rathaus. „Die Beschilderung hat sich außerdem stark verbessert“, findet Karin Klee, die alle zwei Wochen an der Ruhr entlang fährt. Nur wenige Sturmschäden seien dort noch nicht behoben.

Es gibt aber auch verbesserungswürdige Stellen: „Die Bahntrasse zwischen Hattingen und Sprockhövel sollte asphaltiert werden, da von dem Schlamm stets alles dreckig wird“, so Robert Dedden. Die Ampelschaltung an der Reschop-Kreuzung sollte angepasst werden, da viele Fahrradfahrer darüber von der Süd- in die Altstadt fahren.

 
 

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