Grünstraße: Prozess wegen Attacke auf dem Schulhof beginnt

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Foto: WAZ
Neben versuchten Mordes wird der 17-Jährige nun auch des sexuellen Missbrauchs angeklagt.

Hattingen.  Der Prozess um die Attacke auf dem Schulhof der Realschule Grünstraße beginnt am kommenden Mittwoch, 19. August, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Sieben Verhandlungs­tage hat das Gericht gegen den 17-Jährigen Hattinger, der im Februar einer Mitschülerin auf dem Schulhof den Hals aufgeschnitten haben soll, angesetzt. Der Anklagevorwurf lautet auf versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und – entgegen ersten Aussagen der Staatsanwaltschaft – auch auf sexuellen Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person.

Der Tatverdächtige, der seit Februar in Untersuchungshaft sitzt, wird vom Opfer schwer belastetet. Der Anklage zufolge soll er die gleichaltrige Mitschülerin auf den Schulhof gelockt und sie dort zu Boden geschlagen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Mit einer Bastelschere habe er ihr einen lebensgefährlichen etwa acht Zentimeter langen Schnitt am Hals zugefügt. Die Anklage geht von einem sexuellen Motiv aus.

Vorraussichtlich letzter Verhandlungstag am Landgericht Essen soll der 16. September sein. Bei einer Verurteilung wegen versuchten Mordes drohen dem 17-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft nach Jugendstrafrecht.