Großbrand auf Hof Waskönig in Hattingen

Zu einem Großbrand musste die Feuerwehr in der Nacht zum Donnerstag ausrücken. Auf dem Hof Waskönig an der Hackstückstraße stand die denkmalgeschützte Scheune lichterloh in Flammen. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Brandursache ist noch unklar.

Hattingen..  Erneut hielt ein Großbrand die Feuerwehr in Atem. In der Nacht auf Donnerstag brannte eine denkmalgeschützte Scheune auf dem Hof Waskönig an der Hackstückstraße nieder. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr war mit über 100 Kräften im Einsatz. Die Brandursache ist bisher unklar.

Gegen 21.35 Uhr erreicht die Feuerwehr die Meldung. „Vom Eintreffen des Rettungsdienstes, der zuerst vor Ort war, vergingen nur zwei bis drei Minuten bis zum Vollbrand“, berichtet Feuerwehrsprecher Jens Herkströter. „Es war unglaublich, wie schnell das ging“, erinnert sich auch Tanja Horn, die mit ihrem Mann Thomas und zwei Kindern auf dem Hof lebt. Von Nachbarn ist die Familie gewarnt worden. „Ich stand gerade unter der Dusche und bin sofort rausgerannt. Wir haben noch versucht, die Autos wegzufahren“, sagt Thomas Horn, als er am Donnerstag auf die verkohlten Trümmer blickt.

Erst vor sechs Jahren hat der Dachdeckermeister den Hof gekauft und selbst umgebaut. „Es war gerade alles fertig und die Scheune vermietet“, seufzt er. Das Gebäude diente ihm außerdem als Lager für sein Arbeitsmaterial. Vier Autos waren dort untergebracht. Besonders gefährlich: Mitten im Feuer stand eine 33 Kilogramm schwere Gasflasche, die zu explodieren drohte. Wie auch der Gas-Tank neben dem Haus, wurde sie von der Feuerwehr gekühlt und eine Explosion so verhindert.

„Dass die Scheune nicht mehr zu retten sein würde, war schnell klar“, weiß Feuerwehrsprecher Herkströter. Die wichtigste Aufgabe der Brandschützer war es deshalb zunächst, ein Übergreifen der Flammen auf die beiden benachbarten Fachwerkhäuser zu verhindern. Durch den schnellen Aufbau eine Riegelstellung mit einem mobilen Wasserwerfer gelang das.

Zur Brandbekämpfung war ein massiver Wassereinsatz nötig. Zu Spitzenzeiten löschten die Einsatzkräfte mit fast 3000 Litern Wasser in der Minute. So konnte auch das in einer direkt angrenzenden Holzgarage untergebrachte Wohnmobil nebst zwei Anhängern gerettet werden. „Es war toll, wie professionell die Feuerwehr gearbeitet und das Zepter in die Hand genommen hat“, lobt Tanja Horn. Mit den Kindern war sie bei Freunden untergekommen, durfte erst spät in der Nacht in ihr Haus zurückkehren.

Von vier bis sieben Uhr blieb der Löschzug Elfringhausen für eine Brandwache vor Ort, um immer noch verbliebene Brand- und Glutnester zu löschen. Der hohe Zerstörungsgrad erschwert der Polizei die Feststellung der Brandursache. Derzeit wird in alle Richtungen ermittelt.

 

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