Gestrickte Geschenke für die Tafel

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Initiative Handarbeit animiert zum „Mitmachen und Freude teilen“ durch Mützen und Schals.

Hattingen..  Als Andrea Johanna Rösner Kontakt zu Jürgen Sotzek von der Tafel knüpfte, platzte sie mit ihrem Vorschlag zur Mittagszeit – „ich hatte Pause“ – in die Essensausgabe. Die Frau von der Maschenprobe schaltete schnell und nahm die Idee, an der sie strickt, zu einer günstigeren Zeit wieder auf. Von der dann auch der Geschäftsführer der Tafel begeistert war. „Wir sind froh über jede Spende und Unterstützung“, sagt er.

„Mitmachen und Freude teilen“ soll im nächsten Monat die Devise sein. Wer Wolllust und Lebensmittel für Menschen mit wenig Geld nicht sofort auf eine Nadel bekommt: Die Initiative Handarbeit und der Bundesverband Deutsche Tafel haben sich am weltweiten „Tag des Strickens“ am Samstag, 8. Juni, zusammengetan, um Familien mit wenig Geld mit selbst gemachten Accessoires zu überraschen. Mädchen und Jungen, Männer und Frauen sollen „trendige Loops, warme Schals und hippe Mützen“ bekommen, die im Budget nicht drin sind. Durch selbstgemachte Geschenke wollen viele Strickerinnen Kindern und ihren Eltern eine Freude machen.

Andrea Johanna Rösner lädt an dem Samstag von 10 bis 18 Uhr alle Interessenten zum offenen Strick- und Häkeltag in ihr Geschäft an der Johannisstraße 13 ein. Da die Handarbeiten sich nicht an einem Tag herstellen lassen, kann Fertiges bis 31. Juli abgegeben werden. Im letzten Jahr sei Afrika unterstützt worden, „aber da hatte ich das Geschäft noch nicht.“ Die ersten Teile sind schon eingetrudelt. „Zwei Mützen und Babyschuhe habe ich schon bekommen“, freut sich die Einzelhändlerin, die bei ihren Kunden schon Werbung für die gute Sache gemacht hat. „Den kompletten Bedarf kann ich nicht abdecken“, sagt sie. Stellt aber einzelne Knäuel gratis zur Verfügung und auch bestimmte Wolle zum Einkaufspreis für diejenigen, die keine von zu Hause mitbringen.

600 bis 800 Haushalte im Monat versorgen die Tafel an der Nordstraße und ihre Ausgabestellen mit Lebensmitteln. Damit Gestricktes hinzukommt, müssen in nächster Zeit möglichst viele Finger die Nadeln klappern lassen.

 

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