Fundstücke und neue Sterne bei Mercedes-Treffen in Hattingen

Das Industriemuseum Henrichshütte ist Schauplatz des Mercedes-Treffens „Schöne Sterne“.
Das Industriemuseum Henrichshütte ist Schauplatz des Mercedes-Treffens „Schöne Sterne“.
Foto: WAZ FotoPool
Am Industriemuseum stellten Vereine, Tuning-Experten und Privatpersonen bei den „Schönen Sternen“ ihre Mercedes-Fahrzeuge aus. Über 6000 Besucher kamen zu der Veranstaltung in Hattingen.

Hattingen..  Am Wochenende lockten bereits zum fünften Mal die „Schönen Sterne“ auf das Gelände des Industriemuseums Henrichshütte. „Etwa 1900 Fahrzeuge mit dem Mercedes-Stern – darunter ganz neue Modelle und Oldtimer – finden sich hier zusammen“, erzählt Veranstalter Thomas Ebeling, stolz über die beachtliche Zahl. Wie schon im Vorjahr besuchten etwa 6000 Menschen das Mercedes-Treffen.

„Das Design ist völlig anders, das Innenleben sehr farbenfroh gestaltet“, sagt Michael Striebeck vom Smart-Werk in Oberhausen über das neueste Modell, das in Hattingen seine offizielle Publikumspremiere feiert. „Sieht ganz schön spacig aus“, kommentiert der neunjährige Jan, als er auf dem Fahrersitz Platz nimmt. Das kann Michael Striebeck nur bestätigen. „Das Design ist jung, modern und steht für unvergleichbaren Fahrspaß.“

Das Deutsche Rote Kreuz trumpft mit Schmuckstücken wie alten Küchenwagen aus den Baujahren 1958 und 1972 auf. Und Michael Stemmel erzählt ihre Geschichten: „Einer der beiden stand über zwanzig Jahre an der innerdeutschen Grenze und versorgte den Grenzschutz.“ Heute ist der Wagen an ganz anderer Stelle im Einsatz. „Den Sauerländer Gebirgsverein versorgt er mit Erbsensuppe, die Feuerwehr an einem Übungstag mit Gulasch und Nudeln.“

Rettungswagen für Geburten

Von 1996 bis 1009 war ein speziell ausgebauter Rettungswagen mit Brutkasten auf den Straßen unterwegs. „Bei Hausgeburten oder Niederkunften in einem Krankenhaus ohne entsprechende Stationen wurden wir gerufen, um die Neugeborenen zu transportieren“, erzählt Helmut Schäben. „Dafür wurde das Auto speziell konzipiert“, sagt er mit Blick auf den Inkubator, in welchem heute zur Veranschaulichung eine Baby-Puppe liegt. „Der Wagen ist zwar nicht mehr in Betrieb, ist aber immer noch voll funktionstüchtig.“

Seit mittlerweile sechs Jahren schraubt Sergej Dell an seinem A230. „Das Lenkrad ist speziell an meine Hände angepasst worden, der Fahrensitz an meinen Körperbau, der Beifahrersitz an den meiner Freundin“, sagt er. „Die kann ich jetzt nicht mehr wechseln“, fügt er grinsend hinzu. Ganz fertig wird sein Mercedes wohl nie sein. Im nächsten Winter will Sergej Dell die Farbe der bereits vergoldeten Pedale auch an anderen Stellen einbringen und Dach sowie Heckklappe mit Leder überziehen.

Alter Scheunenfund

Vor 15 Jahren hat Tim Jakobowski in einer Scheune einen alten Mercedes gefunden. „Ich war sofort begeistert, das Auto erzählt eine Geschichte aus vergangenen Tagen“, schwärmt er. So wie er es gefunden hat, stellt Jakobowski sein Fundstück auch aus: „Wir haben hier ein Fluchtfahrzeug aus dem Krieg. Auf dem Dach sind ein ganzer Hausstand mit einem Kreuz, Fotos und einem Fahrrad gut verschnürt.“

 
 

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