Frida Gold spielt beim Refugees-Welcome-Konzert

Frida Gold aus Hattingen tritt Anfang Dezember bei einem Festival zugunsten der Flüchtlinge auf.
Frida Gold aus Hattingen tritt Anfang Dezember bei einem Festival zugunsten der Flüchtlinge auf.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Insgesamt sieben Bands treten bei einem Benefizkonzert in der Gebläsehalle in Hattingen auf - unter anderem Frida Gold. Der Erlös geht an die Flüchtlingshilfe.

Hattingen. Sieben Jahre liegt der letzte Auftritt in Hattingen zurück, zwei erfolgreiche Alben haben sie seitdem veröffentlicht, und die Spitze der Musikcharts ist ihnen nun nicht mehr fremd: Frida Gold spielt am 4. Dezember in der Gebläsehalle des LWL-Industriemuseums. Anlass ist ein Refugees-Welcome-Konzert, das von Jugendparlament und Jugendräten, dem Industriemuseum, dem Bündnis „Buntes Hattingen gegen Rechts“ sowie der Stadt Hattingen veranstaltet wird.

Kleines Festival in Vorweihnachtszeit

„Parallel haben sich mehrere Leute gedacht, dass sie etwas für Flüchtlinge machen wollen“, sagt Olaf Jacksteit, Hauptorganisator des Events. Auch dass es etwas mit Musik zu tun haben soll, sei allen Beteiligten schnell klar gewesen. „Es waren sich alle schnell einig, dass wir alle Ideen in einem großen Event bündeln wollen“, so Jacksteit.

Dieses Event ist nun zu einem kleinen Festival mitten in der Vorweihnachtszeit geworden. Neben Frida Gold und der ebenfalls nicht unbekannten Gruppe Captain Disko werden fünf weitere Bands aus Hattingen am Benefizkonzert teilnehmen und ihren Beitrag leisten. „Es ist wirklich ein Konzert für Hattinger. Alle Bands haben einen lokalen Bezug“, sagt Marvin Bruckmann, aktiv im Bündnis „Buntes Hattingen gegen Rechts“ und zudem Mitglied in der Punk-Band Fuck’ It’ Head. Mit Musikern aus den Bereichen Pop, deutschem Rock, Metal, Punk und Bluesrock ist zudem ein breites musikalisches Spektrum vertreten.

Flüchtlinge in DeutschlandDass auch Frida Gold, nicht zuletzt bekannt durch ihren Song „Wovon sollen wir träumen“, auf der Bühne stehen wird, ist ein Stück weit dem Zufall zu verdanken. „Wir haben uns mit einem festen Termin an die Band gewandt und haben uns gefreut, dass sie an diesem Tag noch etwas frei hatten“, sagt Jacksteit. Das Publikum wird sich allerdings mit der halben Band begnügen müssen. Nach aktueller Planung werden Sängerin Alina Süggeler sowie Bassist Andreas Weizel gemeinsam mit einem Keyboarder sowie Backgroundsängern ihre Lieder präsentieren.

Keine Miete für Gebläsehalle

Ziel des Benefizkonzert ist es, vor allem die Flüchtlinge in der Stadt willkommen zu heißen. „Gleichzeitig wollen wir aber auch noch einmal ein Zeichen gegen Rechts setzen. Ich denke, das lässt sich gut verbinden“, sagt Sabine Radtke, die für „Buntes Hattingen gegen Rechts“ an den Planungen beteiligt ist.

Neben der Einladung zum Konzert sollen die Flüchtlinge auch von den Erlösen des Konzerts profitieren, denn diese gehen an die Flüchtlingshilfe in der Stadt. Da die Gebläsehalle mietfrei genutzt werden kann und das Industriemuseum das Personal für die Bewirtung kostenfrei stellt, hoffen die Organisatoren durchaus auch mit Blick auf die Finanzen auf einen gewinnbringenden Abend.

 
 

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