Feuerwehr ist ohne Probleme umgezogen

Einsatzbereit: Die neue Fahrzeughalle bietet den Hattinger Feuerwehrleuten jetzt endlich vernünftige Einsatzbedingungen.
Einsatzbereit: Die neue Fahrzeughalle bietet den Hattinger Feuerwehrleuten jetzt endlich vernünftige Einsatzbedingungen.
Foto: WAZ FotoPool
Standortwechsel von der Friedrichstraße an den Wildhagen wurde in aller Stille vollzogen. Offizielle Schlüsselübergabe, inoffizieller Termin für Mitarbeiter und öffentliches Bürgerfest folgen.

Hattingen.  Es war ein höchst kniffeliger Einsatz in eigener Sache: Bei laufendem Betrieb hat die Feuerwehr Hattingen den Umzug ihrer Hauptfeuer- und Rettungswache vollzogen. Mit sehr großem logistischen Aufwand. Dafür allerdings auch völlig störungsfrei.

In aller Stille ging der Standortwechsel von der Friedrichstraße an den Wildhagen in der vergangenen Woche über die Bühne. Vom Kugelschreiber bis zum Drehleiter-Einsatzwagen: Nach einem ausgeklügelten Plan wechselte die komplette Wache mit den hauptamtlichen und den freiwilligen Einsatzkräften sowie dem Rettungsdienst die Adresse. Aufatmen gab es vor allem am Mittwoch, als die komplizierteste Abnabelung vom alten Standort gestemmt war: der Umzug der Einsatzzentrale. Problemlos sprang die Technik in den neuen Räumen am Wildhagen an. Stets war die Wehr auch in diesen heiklen Stunden erreichbar gewesen. Ein Einsatz wurde im Rendezvous-System gefahren – teils kamen die Retter noch von der Friedrichstraße, teils schon vom Wildhagen.

„Wir sind froh und glücklich, dass alles so gut geklappt hat“, zog Tomas Stanke (46) jetzt eine Bilanz des Umzugs. Für den Brandoberinspektor und designierten Nachfolger von Jürgen Rabenschlag als Feuerwehrchef war der Standortwechsel einer der ersten Einsätze als amtierender Fachbereichsleiter für Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Hattingen.

Elf Jahre Kampf für den Neubau

Mit dem Umzug endete eine elfjährige Leidenszeit der Feuerwehrleute. Seit 2002 haben die Lebensretter für den Bau einer neuen Wache gekämpft. Baulich marode, hygienisch unzumutbar, einsatztechnisch abenteuerlich – der Standort Friedrichstraße hatte mit den Anforderungen des modernen Rettungswesens nicht mehr viel zu tun. Entsprechend groß war die Freude, als die Politik dann endlich grünes Licht gab. Und den elf Millionen Euro teuren Neubau nun zu einem Drittel über den Verlauf von städtischen Immobilien finanziert.

Die Immobilie Feuerwache ist ein Funktionsbau mit leistungsfördernden Ausmaßen und ansprechender Farbgestaltung. Die Flügel für Besatzung, Verwaltung, Leitung und Schulung tragen der Tatsache Rechnung, dass die hauptberuflichen und freiwilligen Löschzüge sowie der Rettungsdienst nicht nur sekundenschnell ausrücken müssen, sondern auch Raum für Weiterbildung und Bereitschaftsdienste benötigen. Schließlich dauert eine Schicht 24 Stunden. Die Feuerwehrleute kochen ihre Mahlzeiten, waschen und bügeln ihre Einsatzkleidung selbst.

Zur Hattinger Feuerwehr zählen 80 hauptamtliche Kräfte und 250 freiwillige – 40 davon beim Löschzug Mitte am Wildhagen.

 
 

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