Fackeln und Feuerwerk auf der Ruhr

Zum traditionellen Fackelschwimmen wagten sich 25 Schwimmer und Taucher in dicken Neopren-Anzügen in die kalten Fluten der Ruhr in Hattingen
Zum traditionellen Fackelschwimmen wagten sich 25 Schwimmer und Taucher in dicken Neopren-Anzügen in die kalten Fluten der Ruhr in Hattingen
Foto: WAZ FotoPool
Es ist ein schaurig-schöner Anblick, als am Samstagabend in völliger Dunkelheit zahlreiche Lichter inmitten der Ruhr aufleuchteten und das dunkle Gewässer zum Schimmern brachten. Man konnte beobachten, wie die Lichter immer weiter den Fluss hinab zogen und in der Ferne kleiner wurden. Es sind lange rote Wachsfackeln, die man dort im Rahmen des traditionellen Fackelschwimmens am Abend vor Totensonntag, aufleuchten sah. Denn der Deutsche Unterwasser-Club Hattingen beendet mit diesem Spektakel schon seit über 40 Jahren das Tauchjahr. Schluss der Saison.

Hattingen..  Es ist ein schaurig-schöner Anblick, als am Samstagabend in völliger Dunkelheit zahlreiche Lichter inmitten der Ruhr aufleuchteten und das dunkle Gewässer zum Schimmern brachten. Man konnte beobachten, wie die Lichter immer weiter den Fluss hinab zogen und in der Ferne kleiner wurden. Es sind lange rote Wachsfackeln, die man dort im Rahmen des traditionellen Fackelschwimmens am Abend vor Totensonntag, aufleuchten sah. Denn der Deutsche Unterwasser-Club Hattingen beendet mit diesem Spektakel schon seit über 40 Jahren das Tauchjahr. Schluss der Saison.

Schwimmen in 13 Grad kalter Ruhr

„An diesem Abend schwimmen wir zum letzten Mal in einem Freigewässer, bevor an Ostern das nächste Tauchjahr beginnt“, erklärt die zweite Vorsitzende Erika Brilo. Über eine Strecke von etwa vier Kilometern geht es dabei von der Kosterbrücke zum Bootssteg der DLRG flussabwärts. „Bei einem normalen Wasserstand von 1,47 Metern benötigt man für die Strecke etwa eine Stunde“, so Erika Brilo weiter.

Insgesamt sind es 23 Schwimmer aus Hattingen und Wuppertal, die sich in das 13 Grad kalte Wasser legen. „Wir lassen uns auf dem Rücken treiben und berühren so nur die Oberfläche des Wassers“, erzählt Ernst Matl. Die meisten Schwimmer sind dabei mit einem Neoprenanzug, Handschuhen und Flossen ausgerüstet, um der Kälte zu trotzen.

Der älteste Schwimmer, Friedhelm Braum, hat sogar einen Trockentauchanzug an. „Durch den kommt überhaupt kein Wasser durch, deshalb eignet er sich sehr gut für kalte Gewässer“, so der 68-Jährige. Schließlich begeben sich alle Schwimmer ins Wasser und entzünden ihre Fackeln. Falls diese durch Wasser oder Wind ausgehen, haben die Taucher extra ein kleines Floß mit Reservefackeln dabei. Es handelt sich um einen Schwimmring mit Boden und Mast, der mit einer bunten Lichterkette geschmückt ist und aussieht wie ein schwimmender Tannenbaum.

Langsam begeben sich die Schwimmer dann in die Mitte der Ruhr und lassen sich flussabwärts in kleinen Gruppen treiben. „Man erlebt die Ruhr mal ganz anders“, beschreibt die jüngste Teilnehmerin Franziska Thiemann das Fackelschwimmen. Das Schwimmen sei nicht anstrengend und an die Kälte gewöhne man sich auch, so die 17-Jährige: „Ich bin jetzt zum zweiten Mal dabei und es macht mir sehr viel Spaß.“

Anschließend konnten sich alle Schwimmer, am DLRG-Bootssteg angekommen, mit heißen Getränken wie Kakao, Tee oder Glühwein wieder aufwärmen. Mit einem kleinen Feuerwerk gab es dann auch noch leuchtende Lichter am Himmel anstatt im Wasser zu sehen. „Offiziell klingt das Tauchjahr schließlich auf unserer Weihnachtsfeier aus“, erzählt Erika Brilo. Alle Mitglieder des Tauchvereins kamen anschließend dafür zusammen.

 
 

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