Erster Bauantrag fürs Burgviertel kommt

Foto: www.blossey.eu
Nach dem Eigentümerwechsel soll’s jetzt losgehen mit der Entwicklung des Wohnquartiers.

Hattingen..  Zehn Jahre dauerte der Stillstand. Dann wurde Vollgas angesagt. Nun, so scheint’s, wird es dann doch wieder ein wenig länger dauern, ehe sich auf dem ehemaligen Puth-Gelände in Blankenstein wirklich etwas tut.

„Wir werden im August den Bauantrag für den ersten Bauabschnitt bei der Stadtverwaltung einreichen. Parallel dazu werden die Exposés erstellt, damit die Vermarktung beginnen kann. Wann genau der erste Bagger rollt, können wir im Moment noch nicht sagen. Nur: Es geht los.“ So äußerte sich jetzt auf Anfrage Ralf Lübben, der die Entwicklung des Burgviertels als Architekt vorantreibt.

Neuer Besitzer des 14 000 Quadratmeter großen Areals ist seit März 2013 die Essener Urba Bau GmbH. Da kaufte Inhaber Werner Baltes der HWG das Grundstück zwischen dem Blankensteiner Ortskern und der Hesselbecke ab. Spätestens im Sommer wollte er mit dem Bau von 40 Doppelhaushälften, einer Dreierreihe und drei Vierfamilienhäusern beginnen. Zudem sollen zwei Spielplätze und ein Wandelbereich entstehen. „Ich denke, dass wir in zwei bis drei Jahren alles bezugsfertig haben“, so Baltes im März.

Mit dem Besitzerwechsel hatten nicht nur die Blankensteiner die Hoffnung verbunden, dass es nun wirklich vorangeht mit dem Burgviertel. 1848 hatte Heinrich Puth dort seine Seildreherei gegründet. 1981 stoppte das Familienunternehmen die Produktion und machte das Werk dicht. 1998 übernahm die HWG die Industriebrache und entwickelte den Bereich entlang der Blankensteiner Straße erfolgreich – unter anderem mit Rewe.

Große Pläne gab es auch für den Rest des Grundstücks bis zum Seilerweg. Doch aus dem exklusiven Wohngebiet im Schatten der Burg wurde nichts. Gerade einmal vier Häuser mit insgesamt 22 Wohnungen verlieren sich bis heute auf dem großen Gelände.

 

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