Eng gewachsene Farbenpracht

Tag der offenen Gartenpforte bei Ingrid und Frank Adelt in Niederwenigern.
Tag der offenen Gartenpforte bei Ingrid und Frank Adelt in Niederwenigern.
Am Tag der offenen Gartenpforte beteiligte sich Familie Adelt aus Niederwenigern

Hattingen.. Ein schmaler Weg führt durch eine bunte Vielfalt an Pflanzen. Er passiert einen kleinen Bachlauf. Über eine Holzbrücke gelangt man auf eine Terrasse. Dahinter liegt grüner, kurz gemähter Rasen. Das ist der Garten von Familie Adelt.

Seit die Kinder von Ingrid und Frank Adelt (beide 63) nicht mehr so häufig im Garten gespielt haben, begann die Umgestaltung. „Angefangen hat alles mit einem kleinen Beet, das man von unserem Esszimmer aus sehen kann“, erzählt Ingrid Adelt. Darin wachsen überwiegend winterharte Pflanzen, die ihre Blätter in der kühlen Jahreszeit nicht verlieren. Es ist ziemlich eng bepflanzt. So wie alle Beete im Garten. Aus dem Grund kann nirgendwo Unkraut zwischen den Pflanzen wuchern. „Ein paar neue Pflanzen kommen immer mal dazu. Dafür finden wir trotzdem noch Platz“, schmunzelt Frank Adelt. Der Ingenieur ist weniger für die Bepflanzung zuständig. Er kümmert sich um alle baulichen Angelegenheiten. Etwa um die Brücke und den Bachlauf, die es beide vorher noch nicht gab. Er hat auch einen Rosenbogen selber gebaut. Auf dem kleinen Bachlauf, der in einem Teich mit Seerosen endet, schwimmt ein Schiffchen mit einer schwarzen Flagge, auf der ein Totenkopf gemalt ist. „Das habe ich dieses Jahr aus Freiburg mitgebracht. Dort ziehen Kinder in den Stadtflüssen diese Schiffe hinter sich her“, sagt Frank Adelt.

Ingrid Adelt gibt ihren Besuchern Tipps, wie sich ein Garten das gesamte Jahr über hält. „Man muss Pflanzen aussuchen, die ständig blühen, damit keine Lücken entstehen. Oder man muss sich vorher überlegen, wie man die Lücken füllt.“ Auch in ihrem Garten entstehen Lücken oder Pflanzen gehen ein. „Das ist aber auch gut so, dann kann ich Neues nachpflanzen“, sagt Ingrid Adelt. Jeden Morgen schlendert sie mit einer Tasse Kaffee durch ihren Garten und sieht nach, ob alles in Ordnung ist.

In den eng bepflanzten Beeten finden sich verschiedene Pflanzenarten. Bräunliche Storchschnäbel wachsen neben einer bläulichen Wieseniris. Eine Wolfsmilch mit gelblichen Blüten steht in Teichnähe, da sie sumpfigen Boden verträgt. Zwischen den Wegen blüht Frauenmantel. Der Garten ist wirklich voll von Pflanzen. Ein Beet ist nur mit Farnsorten bestückt. Alle haben grüne Farbe, unterscheiden sich aber in ihrer Form der Blätter. Viel Abwechslung gibt es auch in einem farbenprächtigem Beet. Hier zieren gelbe, grüne, rote, blaue und weiße Blüten die dunkle Erde. Eine Blüten sind noch gar nicht aufgegangen und lassen das Beet bald noch farbenfroher erscheinen.

Die Besucher holen sich im Garten Inspirationen. „Ich habe neu gebaut und möchte einen Garten anlegen. Dafür suche ich nun noch Ideen“, sagt Marion Erbeck (50). Martin Scholand hat bereits einen Garten und schaut nach neuen Möglichkeiten. „Ich mache selber bei der offenen Gartenpforte mit. Der Garten von Familie Adelt war damals die Initialzündung. Seitdem stehen wir ständig im Austausch“, freut sich der Burgaltendorfer, der im Juni an der Reihe ist.

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