Ela hält Feuerwehr auf Trab

Aufräum-Arbeiten nach dem Pfingststurm 2014.
Aufräum-Arbeiten nach dem Pfingststurm 2014.
Foto: WAZ FotoPool
Zahl der Brand- und Hilfeleistungs-Einsätze ist im vergangenen Jahr von 874 auf 1343 angestiegen. Rettungsdienst rückte indes seltener aus.

Hattingen..  Erheblicher Anstieg bei den Brand- und Hilfeleistungs-Einsätzen bei der Feuerwehr: Im vergangenen Jahr wurden die Einsatz­kräfte der hauptamtlichen und der freiwilligen Wehr 1343 Mal alarmiert – 469 Mal mehr als 2013. „Das lag natürlich zu einem großen Teil am Pfingststurm Ela“, erklärt Pressesprecher Jens Herkströter. „Vor einem Jahr mussten wir deswegen mehr als 250 Mal ausrücken.“ Neben den Einsätzen in der eigenen Stadt ging es auch zu Hilfeleistungen in Mülheim und Münster. Rückläufig ist die Zahl der Rettungsdienst-Einsätze: 10 486 Mal schrillte der Alarm (2013: 11 140).

Feuerwehr-Chef Tomás Stanke stellte nach seinem ersten kompletten Jahr als Nachfolger von Jürgen Rabenschlag die Bilanz in der Gesamtschule vor gut 320 Gästen vor. Dabei verwies er auch auf die geleisteten 291 000 Einsatzstunden der Haupt- und Ehrenamtlichen. Diese Zahl wurde zum ersten Mal erhoben. „Natürlich hat die Neu­regelung der Dienstzeiten Auswirkungen. Es gibt Mehrbelastungen, die ja auch zu mehr Personal geführt haben“, erklärt Herkströter. Stanke stellte heraus, dass Feuerwehren zu den „Organisationen mit besonders hoher Zuverlässigkeit“ zählen, weil die Mitglieder achtsam und flexibel arbeiten.

Acht Großeinsätze

Acht Großeinsätze standen im vergangenen Jahr besonders im Blickpunkt der Feuerwehr, darunter etwa die beiden Scheunenbrände im Hügelland, die Hattingen am 2. und 3. April 2014 (Hackstückstraße und Berger Weg) in Atem hielten. Bei einem Wohnungsbrand an der Karlstraße in Holthausen konnten die beiden Bewohnerinnen trotz angestrengter Reanimierungs-Maßnahmen von den Einsatzkräften nicht mehr gerettet werden. Trotzdem gab es ein positives Fazit der Beteiligten, denn: „Insgesamt wurden 22 Personen gerettet und medizinisch versorgt. Ein Übergreifen der Flammen auf die darüber liegende und auf benachbarte Wohnungen wurde erfolgreich verhindert.“

Tomás Stanke weist vor allem noch einmal auf den Pfingststurm vor zwölf Monaten hin, der der Feuerwehr über mehrere Tage alles abverlangt habe. „Das waren kraftraubende Wochen und Monate, die sich über den Sommer bis in den späten Herbst hinein fortsetzten. Das hohe Aufkommen führte alle an ihre persönlichen Grenzen.“

Ela sorgte dafür, dass die Wälder gesperrt werden mussten. Besonders getroffen waren westliche und nördliche Stadtteile wie Niederbonsfeld, Niederwenigern und Winz-Baak, das Hügelland kam dagegen glimpflich davon. Aus der Aktion „WAZ pflanzt Bäume“ hat die Stadt anschließend 3000 Euro Unterstützung erhalten.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel