Eisenhut und Elfenblüten

Foto: Uwe Möller WAZ FotoPool
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Paradies aus Pflanzen auf 4000 Quadratmetern.

Hattingen..  Überall sprießen bunte Blüten der verschiedensten Blumensorten. Ein Paradies. Nicht nur für die Pflanzen selber, sondern auch für die Menschen, die diese biologische Vielfalt betrachten dürfen.

Das Idyll befindet sich im Garten von Antje Schlieper und Hartmut Lübbert. In Winz-Baak, oberhalb der Ruhr, wo oft die wilden Auerochsen grasen. Auf insgesamt 4000 Quadratmetern wachsen die Pflanzen. Darunter auch einige Raritäten. „Die holen wir von Pflanzenbörsen aus der näheren Umgebung wie Essen oder Mülheim. Aber auch von weiter her, etwa aus Holland oder teilweise sogar England“, sagt Hartmut Lübbert.

Hobbygärtnerin Schlieper erzählt, dass ihr Garten vor 28 Jahren eine große Ruine gewesen sei. „Wir haben ihn anheben lassen. 40 Lastwagen-Fuhren“, erinnert sie sich. Alte Bäume stehen aber noch auf der grünen Wiese. Ein Birnenbaum blüht nicht mehr. Er ist aufgegeben, völlig von kletterndem Efeu überwachsen. Außerdem schlängelt sich eine Remmlerrose um den Stamm. Der Baum wirkt dadurch wie eine große Figur.

Figuren stehen verteilt im gesamten Garten. Skulpturen, die von Lübbert selbst entworfen und zu einem Teil auch selbst gegossen wurden. Sedit sieben Jahren bereichern sie das Paradies, finden Einklang mit der Natur. Schlieper hat sie gezielt platziert. Über einem der vielen kleinen Teichbecken schaukelt eine grünliche Kupferfigur. Durch den Garten zieht sich eine Wasserleitung, bestehend aus ­Becken, zwei Teichen und vielen Rinnen. So werden alle Pflanzen mit Flüssigkeit versorgt. Sogar ein kleiner Brunnen steht in einem Beet. Drumherum hat sich eine Rosenprimel angesiedelt, die feuchten Boden besonders mag.

In den Beeten vermischen sich viele Pflanzensorten. Runde Blätter verwachsen mit spitzen, zackigen. Wilde Pflanzen mit gekauften. Elfenblüten bedecken den Boden, grenzen an Goldblattgras und Knöterich. Mittendrin wächst ein Eisenhut. Damit pflegt die Hobbygärtnerin sogar eine giftige Pflanze. An einigen Stellen hat sie besonders farbenprächtige Blumen platziert. Rote und schwarze Tulpen zieren ein Beet. Auch eine natürlich gewachsene Basalsäule sorgt für starken Schein. Denn sie ist innerlich mit Blattgold belegt.

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