Einzigartiges Lungen-Symposium

Lungensport stand bei diesem Vortrag im Mittelpunkt. Es ging um Effekte von körperlichem TrainingFoto:Volker Speckenwirth
Lungensport stand bei diesem Vortrag im Mittelpunkt. Es ging um Effekte von körperlichem TrainingFoto:Volker Speckenwirth
Foto: WAZ FotoPool
Veranstalter freut sich über Besucher aus Holland. 2000 Gäste in der Gebläsehalle. Verständliche Vorträge über Erkrankung zu Früherkennung und Therapie

Hattingen..  „Unsere Veranstaltung ist einzigartig, sie wird von Betroffenen für andere Betroffene initiiert“, beschreibt Heike Lingemann, stellvertretende Leiterin der Patientenorganisation Lungenemphysem und chronisch obstruktive Lungenerkrankung, COPD, die Besonderheit des Symposiums Lunge in der Gebläsehalle.

Der Erfolg gibt Heike Lingemann und ihrem Ehemann und Symposium-Initiator Jens Lingemann Recht: Das mittlerweile sechste Treffen rund um die chronischen Atemwegserkrankungen lockt in diesem Jahr Betroffene und Angehörige aus ganz Deutschland und darüber hinaus ins Industriemuseum.

„Wir sind mehr als zufrieden“, zeigt sich Heike Lingemann begeistert von der großen Resonanz und schätzt: „Wir werden heute die 2000 Besucher-Marke ganz sicher überschreiten.“ Selbst aus Holland seien Besucher angereist, freut sich Lingemann, größere Gruppen hätten Busse gemietet, um gemeinsam das Symposium zu besuchen. „Die Veranstaltung ist mittlerweile national wie international ein Begriff“, weiß die stellvertretende Leiterin der Patientenorganisation.

Neben 28 verschiedenen Ausstellern aus den Bereichen Pharma-Industrie und Medizin, bietet das Symposium seinen Besuchern kostenlose Leistungen wie Lungenfunktions- oder Blutdruckmessungen, aber auch die Befüllung von Flüssigsauerstoff-Mobilgeräten an. „Außerdem konnten wir elf hochkarätige Dozenten für Fachvorträge gewinnen“, ergänzt Heike Lingemann das Tagesprogramm – das Besondere: „Die Dozenten versuchen ihre Vorträge patientenverständlich zu halten und dabei weitgehend auf medizinisches Fachvokabular zu verzichten.“

So informieren die Mediziner aus Deutschland und der Schweiz über Diagnostiken, Behandlungs- und Heilungsmöglichkeiten, aber auch die Anwendung von Antibiotika oder die Auswirkungen einer COPD-Erkrankung auf die Lebensqualität Betroffener. In Gruppen-Übungen erhalten Besucher Einblicke in die Atemphysiotherapie. Neben Experten-Vorträgen steht der persönliche Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen im Mittelpunkt. Er sei notwendig, fährt Lingemann fort, denn: „Lungenerkrankungen sind auf dem Vormarsch, immer mehr Menschen sind davon betroffen.“ Aus diesem Grund sei Ziel des Symposiums, das Bewusstsein eben dieser Lungen- und Atemwegserkrankungen in die Öffentlichkeit zu tragen. „Wir möchten helfen und über Früherkennung und Therapiemöglichkeiten aufklären.“

 
 

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