Einzelhändler können nicht klagen

Einzelhändler Markus Lesmeister in seinem Herrenmoden-Geschäft mit Winterkleidung. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Einzelhändler Markus Lesmeister in seinem Herrenmoden-Geschäft mit Winterkleidung. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
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Im Jahr 2011 gab es mehr Umsatz als 2010 – auch wenn Winter und Baustelle auf der Heggerstraße sich auswirkten.

Hattingen..  Positive Bilanz für Einzelhändler: Die Umsätze stiegen insgesamt im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu 2010 haben die Einzelhändler bundesweit 2,4 Prozent mehr Umsatz gemacht: 414,4 Milliarden Euro. Wie aber sieht es in Hattingen aus? Viele Einzelhändler sind zufrieden, kennen aber auch Gründe, wieso das vergangene Jahr nicht noch erfolgreicher war.

„Für den Schuhhandel war 2011 weniger gut, weil es keinen wirklichen Sommer und keinen wirklichen Winter mit viel Schnee gab“, erklärt Peter Blome, der Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes und Inhaber von Schuhhaus Heller. „Wenn es richtig schneit und kalt ist, dann brauchen die Leute gefütterte, warme Schuhe. Doch bei dem langen Dauerherbst, den wir hatten, reichte bei vielen auch noch das alte Paar. In dieser Hinsicht war das Jahr 2010 besser.“ Dennoch lief das Geschäft von Schuhhaus Heller 2011 wegen des Umbaus und der anschließenden Neueröffnung gut. Optimistisch blickt Blome in die Zukunft. „Deutschland geht es so gut wie lange nicht mehr.“

Das gleiche „Wetter-Problem“ nennt auch Bettina Reichel. Als Geschäftsführerin der Reichel KG leitet sie mehrere Modegeschäfte auf der Heggerstraße (Street One, Cecil, Tamaris). „Das Jahr 2010 war leicht besser als 2011. Dennoch bin ich mit 2011 zufrieden.“

Trotz des anfänglich milden Winters, der dafür sorgte, dass viele Daunenjacken auf dem Kleiderbügel hängen blieben, betrachtet Markus Lesmeister (Herrenmode) den Dezember 2011 als umsatzreichen Monat. Auf sein Geschäft wirkte sich die Baustelle der neuen Pflasterung auf der oberen Heggerstraße aus. „Obwohl dort gut gearbeitet wurde, hat es ein wenig Lauf gekostet.“ Positiv fängt für ihn jetzt das Jahr 2012 an: „Im Vergleich zum Januar 2011 gibt es ein Plus von 22 Prozent.“ Bei der derzeitigen Kälte kann er noch die restlichen Mützen und Handschuhe verkaufen.

Für den Inhaber von Elektro Haustechnik Seyock war das vergangene Jahr erfolgreich. „Ich kann keine Umsatzeinbrüche verzeichnen“, sagt Markus Seyock. Im Gegenteil: „Es ist eine positive Entwicklung zu bemerken, die anhält.“ Seit einigen Jahren gebe es für seinen Handel eine manchmal stärkere, manchmal schwächere, aber immer positive Steigerung. Er stellt fest, dass Kunden verstärkt hochwertige Geräte kaufen. „In der heutigen Zeit achtet jeder auf sein Geld, die Kunden investieren bewusst und geben lieber einen Euro mehr aus, wenn sie dafür bessere Qualität und Service bekommen“, weiß Markus Seyock.

Hans-Peter Schuffert von Foto und Studio Tischler empfindet das Jahr 2011 insgesamt als sehr gut, auch wenn das Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr schlechter lief. Als Grund dafür vermutet er den Internet-Handel als Konkurrenz. Außerdem liege es seiner Meinung nach daran, dass es auf dem Stück der Großen Weilstraße Richtung August-Bebel-Straße keine Buden vom Weihnachtsmarkt gab. „Der Kundenstrom, der Menschenfluss, geht die Heggerstraße hinauf und herunter – an uns vorbei“, hat Schuffert beobachtet und wünscht sich daher, dass die Große Weilstraße attraktiver gestaltet wird.

„Wenn Kaufland öffnet, ist das positiv, weil es wieder mehr Parkplätze gibt. Parkflächen haben in den letzten Jahren mächtig gefehlt. Kaufland zieht wie das Reschop Carré Kunden in die Stadt, aber ob sie dann auch zu uns kommen, bleibt die Frage.“

 
 

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