Einwohnerzahl steigt in Hattingen auch im dritten Jahr

Im dritten Jahr hat Hattingen ein Plus bei seinen Einwohnern zu verzeichnen – dem demografischen Wandel zum Trotz.
Im dritten Jahr hat Hattingen ein Plus bei seinen Einwohnern zu verzeichnen – dem demografischen Wandel zum Trotz.
Foto: Funke Foto Services
Zum Stichtag 31. Dezember 2014 waren 55 980 Hattingerinnen und Hattinger gemeldet.

Hattingen..  Dem demografischen Wandel zum Trotz: Die Zahl der Hattingerinnen und Hattinger ist zum dritten Mal hintereinander gewachsen. 55 980 Personen waren zum 31. Dezember 2014 gemeldet. Das sind 33 mehr als ein Jahr zuvor, 92 mehr als Ende 2012 und 127 mehr als Ende 2011. So überschaubar die absoluten Zahlen sind, so eindeutig ist der Trend: Im Gegensatz zu vielen Ruhrgebietsstädten mit teils dramatischen Rückgängen legt Hattingen erneut zu.

Natürlich: Bessere Zeiten hat es auch zwischen Winz-Baak und El-fringhausen schon gegeben. Im Jahr 1990 etwa notierte die örtliche Statistik 61 129 Bürgerinnen und Bürger. Danach ging’s bergab – bis zum vorläufigen Tiefpunkt Ende 2011/Anfang 2012. Für den Jahreswechsel gaben die Landesstatistiker in Düsseldorf die Hattinger Einwohnerzahl mit 54 241 an. Die für NRW zusammengetragenen Werte liegen meist um rund 1500 Personen unter den im Hattinger Rathaus ermittelten Zahlen. Warum? „Weil die Landesstatistiker nach Volkszählungen eine Modellrechnung fortschreiben, während wir stets die aktuell korrekten Zahlen ermitteln“, erklärt An-dreas Jüttendonk vom Fachbereich Statistik. Immerhin: Für die Jahre 2012 und 2013 bestätigen auch die Düsseldorfer Zahlen die Hattinger Trendwende. Daten für 2014 liegen noch nicht vor.

Über den positiven Trend freut sich natürlich auch Regine Hannappel, Autorin des Stadtentwicklungskonzeptes 2030. Dass sich an den grundsätzlichen Prognosen etwas ändert, nach denen Hattingen in den nächsten 15 Jahren rund 2500 Einwohner verlieren wird, glaubt sie nicht. „Der demografische Wandel ist da“, sagt Hannappel. Weiterhin sterben jährlich 300 Hattinger mehr, als Neugeborene hinzukommen. Bei der Wanderungsbewegung hingegen ist die Bilanz positiv. Dafür seien vor allem neue Wohngebiete und der Umbau der Südstadt verantwortlich. „Aber das“, so Hannappel, „wird nicht so bleiben.“

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