Einblicke in den jüdischen Alltag

Foto: Fischer
Die Realschüler von der Grünstraße führen ihr Projekt weiter und begleiten Besucher durch ihre Ausstellung im Bügeleisenhaus.

Hattingen..  Melancholische Geigenklänge und atmosphärischer Gesang in hebräischer Sprache vor Fachwerk-Kulisse: Mit Musik, Tanz, Speisen und Spiel begrüßen die Schüler der Realschule Grünstraße mit ihren Lehrern die Besucher zur Eröffnung der Ausstellung „Hattingen hat jüdisches Leben – Religion im Alltag“ im Bügeleisenhaus und gewähren einen Einblick in jüdische Kultur.

Seit Jahresbeginn haben sich die Acht- und Zehntklässler im Rahmen von „Engel der Kulturen“ intensiv mit Vergangenheit und Gegenwart des jüdischen Lebens in unserer Stadt beschäftigt und in Form eines Projektes die jetzt eröffnete Ausstellung auf die Beine gestellt (wir berichteten).„Bei diesem Projekt steht die Begegnung im Mittelpunkt“, beschreibt Heike Rest, Schulleiterin der Realschule Grünstraße, die Idee: „Die Schüler begegnen anderen Religionen, aber auch Ausstellungsbesuchern, mit denen sie sich austauschen können.“ Mit verschiedenen Aktionen vor dem Bügeleisenhaus bieten die Realschüler den Gästen bereits während der Ausstellungseröffnung einen Vorgeschmack auf das Begleit-Programm des Projektes: An Stehtischen laden die Jugendlichen Interessierte ein, jüdische Kinderspiele zum Lichterfest zu erlernen oder einmal auszuprobieren, den eigenen Namen auf Hebräisch zu schreiben. Wenige Meter weiter können die Besucher in einer Bücherkiste der Stadtbibliothek stöbern oder ein von Schülerhand gestaltetes Modell der früheren Synagoge unserer Stadt bestaunen. Doch auch nach der Eröffnung werden sich die Schüler weiterhin aktiv im Projekt engagieren und an den Wochenenden die Besucher persönlich durch ihre Ausstellung führen.

„Hauptthema unserer Ausstellung ist der jüdische Alltag, aber auch die jüdischen Feste stehen im Mittelpunkt“, erklärt Schülerin Rebecca Fritz den ersten Besuchern. Außerdem bieten die Jugendlichen ihren Gästen koschere Getränke und Speisen des jüdischen Passah-Festes an. In einem Gästebuch können sich Besucher nach der Ausstellungs-Besichtigung mit ihrem Namen verewigen – sowohl in lateinischer als auch in hebräischer Schreibweise.

 
 

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